Sinkender Bierkonsum

Text von: redaktion

Der Bierabsatz ist in den ersten sechs Monaten auf den niedrigsten Stand in einem ersten Halbjahr seit 1991 gesunken. Die Einbecker Brauhaus AG konnte sich dieser Marktentwicklung zwar nicht entziehen, dennoch entwickelte sich die Traditionsbrauerei deutlich über Branchenniveau.

„Wenn der Bundesdurchschnitt der Brauereien um 4,5 Prozent Absatz verliert und wir mit 2 Prozent dagegen halten, dann bedeutet dies im Umkehrschluss doch eines: Wir haben von Mitbewerbern Marktanteile gewinnen können“, so der Vorstand der Einbecker Brauhaus AG.

Wesentliche Einflussfaktoren für diese Entwicklung waren neben den kalten und unbeständigen Witterungseinflüssen auch das Rauchverbot in der Gastronomie sowie die Kaufzurückhaltung der Verbraucher.

Und so lassen sich trotz weiterhin hoher Kosten für Malz, Energie und Verpackungsmaterialien, derzeit am Markt dringend notwendige Anpassungen der Verkaufspreise für Bier nicht durchsetzen.

Zudem hat Deutschland die höchste Brauereidichte der Welt: 1.319 Brauereien werben mit rund 5.000 Biermarken um die Gunst der Verbraucher, die momentan den Handel der Gastronomie eindeutig vorziehen und ihr Bier zu Hause trinken.

Vor allem preisgünstige Biere werden verstärkt nachgefragt. Während sich die Absatzmenge der Einbecker, Göttinger und Kasseler Marken um 2,4 Prozent reduzierte, legte die preisgünstige Marke „Nörten-Hardenberger“ entsprechend zu.

Für das zweite Halbjahr 2009 erwartet der Vorstand, dass sich die derzeit erkennbaren Markttendenzen weiter fortsetzen werden.

Das Einbecker Brauhaus habe daher ein striktes Kostenmanagement-System aufgelegt, das Investitionen ausschließlich in werbliche und verkaufsfördernde Maßnahmen im Premiumbereich des Kernmarktes vorsieht.

So wurden im ersten Halbjahr 2009 die Sorte „Einbecker Alster“ neu eingeführt, die Marke „Einbecker Gold“ relauncht und die „Einbecker Premium-Spezialitäten““ in der Einbecker Exklusivflasche in einer komplett neuen Ausstattung vorgestellt.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Verkaufsstart des „Einbecker Winter-Bock“ auf Hochtouren. Damit werden neue und zusätzliche Kaufanreize geschaffen.

Obwohl eine Einschätzung der zukünftigen Absatzentwicklung bei den gegebenen Rahmendaten sehr schwierig ist, erwartet das Einbecker Brauhaus in 2009 mit einem positiven Ergebnis.