SFB an der Universität Göttingen verlängert

© IStockPhoto/Jared Herzog
Text von: redaktion

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung des Sonderforschungsbereichs (SFB) 860 'Integrative Strukturbiologie dynamischer makromolekularer Komplexe' um vier Jahre verlängert. Die DFG unterstützt die Wissenschaftler seit dem 1. Juli 2014 mit insgesamt rund zehn Millionen Euro. Der SFB 860 besteht seit Juli 2010 und ist am Göttinger Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (GZMB) angesiedelt.

Neben den Fakultäten für Biologie und Psychologie sowie Physik der Universität Göttingen sind auch die Universitätsmedizin Göttingen und das Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie beteiligt. Koordiniert wird der SFB von Ralf Ficner vom Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität.

In insgesamt 18 Projekten untersuchen die Wissenschaftler die Struktur und Dynamik großer Biomolekül-Komplexe, welche aus vielen Protein- und zum Teil auch aus Ribonukleinsäure- Molekülen bestehen. Um die Funktionsweise dieser makromolekularen Komplexe auf atomarer Ebene zu verstehen, müssen deren dreidimensionale Strukturen aufgeklärt werden. Allerdings verändern sich diese laufend – und diese Dynamik ist mit der zellulären Funktion der Komplexe eng verknüpft.

„Alle fundamentalen Prozesse des Lebens werden durch große makromolekulare Maschinen angetrieben. In den vergangenen Jahren konnten wir bereits neue und tiefe Einblicke in die Struktur und Funktion bestimmter makromolekularer Komplexe gewinnen“, so SFB-Sprecher Ficner. Die Analyse solch großer Komplexe erfordert die Kombination verschiedener komplementärer Methoden der Biochemie, Strukturbiologie und Biophysik. Daher arbeiten im SFB 860 zahlreiche Arbeitsgruppen mit ganz unterschiedlichen experimentellen Fachkenntnissen eng zusammen.