Schwarze Zahlen in Einbeck

Text von: redaktion

Die Einbecker Brauhaus AG behauptete sich trotz Absatzrückgang mit einer stabilen, positiven Ergebnisentwicklung.

In den einzelnen Segmenten verlief die Absatzentwicklung sehr unterschiedlich.

Die Premiummarken mit Einbecker Brauherren Pils, Einbecker Dunkel und Einbecker Alkoholfrei bewegten sich auf Vorjahresniveau.

Der Absatz von Einbecker Mai-Ur-Bock hingegen lag unter den Erwartungen, was auf einen verschärften Wettbewerb im kleinen, aber ertragsstarken Bockbier-Segment zurückzuführen ist.

Der Konsumbierbereich verliert 3.600 Hektoliter gegenüber dem Vorjahr, eine Folge des aggressiven Wettbewerbsverhalten nationaler Pilsanbieter.

Deutliche Absatzrückgänge sind im Preiseinstiegssegment bei der Marke Nörten-Hardenberger zu verzeichnen. Grund hierfür sind die im Februar 2011 umgesetzten Preiserhöhungen bei einzelnen Gebinden. Im Lohnbrau- und Abfüllsegment sind die Absätze um knapp 5 Prozent gestiegen.

Der Gesamtbierabsatz ging um 4,4 Prozent zurück und die Umsatzerlöse haben sich im ersten Halbjahr 2011 – im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 – reduziert. Der Rohertrag jedoch ist leicht gestiegen.

Reduziert wurden die Aufwendungen für Personal sowie für Marketing und Vertrieb.

Dem Halbjahresüberschuss in Höhe von 527.000 Euro steht ein Fehlbetrag in Höhe von -1.257.000 Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres gegenüber. Durch diese Entwicklung konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in den letzten sechs Monaten um 4,6 Millionen Euro auf 9,7 Millionen Euro zurückgeführt werden.

Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft am 12. Juli 2011 hat eine Barkapitalerhöhung beschlossen. Bei einer erfolgreichen Platzierung der Aktien aus dieser Kapitalerhöhung ist geplant, die liquiden Mittel zum weiteren Schuldenabbau, für technische Investitionen am Standort Einbeck und für Vertriebsinvestitionen zur Stärkung der Marken einzusetzen.