Schonende Prostataoperationen

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Text von: redaktion

Erstmals in der Region operiert Hans-Werner Gottfried, Chefarzt der Urologie im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende e.V., Patienten mit Prostatakrebs mit dem neuen hoch-intensiven fokussierten Ultraschallverfahren (HIFU).

Die HIFU-Behandlung des Prostatakrebses ist eine besonders schonende Operationsmethode mit einigen Vorteilen für bestimmte hauptsächlich ältere Patienten. „Ein Vorteil der HIFU ist, dass die Behandlung nicht-invasiv ist und nur einen kurzen Krankenhausaufenthalt erfordert. Das Risiko, unter Einschränkungen in der Lebensqualität zu leiden, ist weitaus geringer als dies bei anderen Verfahren oft der Fall ist, wenn die richtigen Voraussetzungen vorliegen,“ erklärt Hans-Werner Gottfried.

Bei der HFU- Behandlung wird eine Sonde in den Darm eingeführt, bis sie sich auf Höhe der Prostata befindet. Die Sonde besteht aus zwei Komponenten: Mit der einen wird die Prostata abgetastet und dreidimensional vermessen. Während der Behandlung vollzieht die Sonde ganz kleine Bewegungen, so dass Stück für Stück die ganze Prostata behandelt wird. Das gesamte Verfahren nimmt insgesamt 1,5 bis 2,5 Stunden in Anspruch.

Dieses innovative Verfahren wird von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt. Bisher wurden weltweit bereits mehr als 10.000 Patienten mit der HIFU-Behandlung therapiert.