Schmerzexperte Michael Strumpf verstorben

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Text von: redaktion

Der Inhaber der Göttinger Universitätsprofessur für klinische und experimentelle Schmerztherapie und Leiter der Schmerz-Tagesklinik und -Ambulanz an der Universitätsmedizin Göttingen, ist am 22. Juni 2009 im Alter von 52 Jahren völlig unerwartet an einem plötzlichen Herztod verstorben.

Erst vor einem Jahr hatte er die Leitung des Bereiches Schmerztherapie in der Abteilung Anästhesiologie des Zentrums für Anaesthesiologie-, Rettungs- und Intensivmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen übernommen.

Er galt in Deutschland als ausgewiesener Experte für klinische und experimentelle Schmerztherapie.

Während seiner Tätigkeit an der Universitätsmedizin Göttingen hat Professor Strumpf bereits deutliche eigene Akzente für das Behandlungsangebot von Schmerzpatienten gesetzt.

So hat er unter anderem eine Schmerz-Tagesklinik eingerichtet, in der chronische Schmerzpatienten in einem umfassenden Behandlungsprogramm intensiv betreut werden können.

Dem designierten Präsidenten der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) lag es sehr am Herzen, die Situation der Schmerztherapie in Deutschland weiter zu entwickeln.

In diesem Zusammenhang setzte er sich besonders für die Verbesserung in der Lehre und der Ausbildung von Ärzten ein. Er war davon überzeugt, dass „Schmerztherapie“ ein Pflichtfach für den medizinischen Nachwuchs werden muss.

Sein frühzeitiger Tod ist für die Schmerz-Tagesklinik und -Ambulanz, wie für das Zentrum Anaesthesiologie-, Rettungs- und Intensivmedizin und die Universitätsmedizin Göttingen ein großer Verlust und hinterlässt eine tiefe Lücke.