Schluss mit Börse

© Qioptiq
Text von: redaktion

LINOS, weltweit tätiger Hersteller optischer Systeme, ist nicht länger an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Ende Juli 2009 sind sämtliche Aktien der noch verbliebenden Minderheitsaktionäre im Rahmen eines Squeeze-outs auf die Optco Akquisitions GmbH übertragen worden.

„Dieser Schritt ermöglicht es LINOS und Qioptiq, ihre internationalen Geschäftsaktivitäten weiter miteinander zu verschmelzen und gemeinsam noch stärker am Markt aufzutreten“, sagte Volker Brockmeyer, Vorstand der LINOS AG und Vice President der Optical Systems Division innerhalb der Qioptiq Gruppe.

Nach dem erfolgreichen Börsen-Debüt am 4. September 2000 erhielt LINOS im Januar 2003 die Zulassung zum Prime Standard der Deutschen Börse.

2005 wurde mit der Qioptiq Gruppe – einer Organisation von weltweit führenden Optik-Unternehmen mit Standorten in Europa, Asien und den USA – ein Partner gefunden, der im Oktober 2006 über die Optco Akquisitions GmbH (Optco) 77,8 Prozent der ausstehenden Aktien erwarb.

Die Übernahme war mit Erreichen der Mindestannahmequote erfolgreich und noch im Dezember 2006 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeschlossen.

Im April 2008 konnte Optco einen Anteilsbesitz von mehr als 95 Prozent der LINOS Aktien nachweisen und so den Minderheitsaktionären eine Barabfindung anbieten.

Die Hauptversammlung der LINOS AG beschloss den Squeeze-out im August 2008. Nach einer Anfechtungsklage von Minderheitsaktionären wurde im Juli 2009 der Freigabeantrag der LINOS AG zur beschleunigten Beschlussfassung rechtskräftig, so dass der Vorstand die Eintragung des Squeeze-out in das Handelsregister beantragen konnte.

Die Eintragung ist am 23. Juli 2009 erfolgt. Damit wurde der Squeeze-out wirksam. Die Optco Akquisitions GmbH ist seit diesem Zeitpunkt alleinige Aktionärin der LINOS AG.

Die ausscheidenden Aktionäre haben eine Barabfindung in Höhe von 22,97 EUR je Aktie erhalten. Die Ära der Börsennoteriung der LINOS AG endete somit.