Schlechtes Design kann schaden

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: Noreen Hirschfeld

PW DESIGN setzt auf Professionalität und Kundennähe.

„Werbung muss auffällig sein, um etwas zu erreichen – schlechtes Design hingegen kann sogar schaden“, erklärt Pawel Wieczorek voll Überzeugung. Anfang 2011 hat er sich mit dem Print- und Webdesign-Studio PW DESIGN selbständig gemacht. Die Leidenschaft leuchtet in seinem Gesicht und ist sicher ein Grund dafür, dass er von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) die Auszeichnung ‚Gute Gründe(r)‘ erhalten hat.

Vor acht Jahren kam der gebürtige Pole nach Deutschland. In der Tasche hatte er eine Ausbildung als Multimediaspezialist, die in Deutschland nicht anerkannt wurde. Wieczorek absolvierte also eine Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien an der Berufsbildenden Schule II in Göttingen, auf Grund seiner Vorkenntnisse in verkürzter Zeit. Anschließend fand er eine Anstellung beim Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung (IBBW), das heute zu seinen Stammkunden zählt.

Im April dieses Jahres eröffnete der 30-Jährige sein Studio.

Den Grund für die schnelle Auszeichnung mit der Urkunde ‚Gute Gründe(r)‘ erklärt Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der GWG: „Aus einer gesicherten Jobsituation heraus wagte der zweifache Familienvater auf der Basis fachlicher Kompetenz und kreativer Ideen den Sprung in die Selbständigkeit.“

Im götec (Göttinger Technologie- und Gründerzentrum), dem Zuhause des Designstudios,habe er ideale Arbeitsvoraussetzungen. Hier könnten Unternehmer mit mehr Rückhalt und weniger finanziellem Risiko in die Selbständigkeit starten, sagt Hoffmann. Er wünscht Wieczorek „den notwendigen unternehmerischen Weitblick, um in der oft stürmischen Gründungsphase erfolgreich Kurs halten zu können“.

Wieczorek selbst bleibt bescheiden: „Das Risiko war relativ gering.“ Er habe bereits über einen Stammkundenkreis verfügt, den er sich während seiner Anstellung beim IBBW durch selbständige Nebenaufträge geschaffen habe. Die Anfragen hätten sich so gehäuft, dass er beides nicht mehr vereinbaren konnte. Er konzentrierte sich auf die Selbständigkeit. „Gleich nach dem Start sind neue Kunden hinzugekommen. Sobald ein Projekt zu Ende geht, erhalte ich schon die nächsten Anfragen“, erzählt der Mediengestalter von seiner Erfolgsgeschichte. Die Weiterempfehlung der Kunden sei maßgeblich in dieser Branche.

„Wer einen guten Job macht, bekommt auch gute Arbeitsangebote“, erklärt er.

Deshalb setze er auch immer auf neue Methoden und bilde sich ständig weiter. Das Print- und Webdesign-Studio beschäftigt eine Mitarbeiterin auf 400-Euro-Basis für den Bereich Marketing. Bei Bedarf kann Wieczorek auf einen Pool an freien Mitarbeitern zurückgreifen. Ab nächstem Jahr hofft er, einen Praktikumsplatz anbieten zu können.

PW DESIGN bietet seinen Kunden ein Rundum-Sorglos-Paket. Die anfängliche Beratung ist in der Regel kostenlos und unverbindlich. Wenn die gewünschten Produkte – Visitenkarten, Flyer, Briefpapier, Imagebroschüren, Bücher, Internetauftritt, Onlineumfragen oder auch Schaufenstergestaltung – geklärt sind, übernimmt PW DESIGN alles. von der Papierauswahl bis zum Druck. „Meine Kunden haben so einen freien Kopf, um sich auf ihre eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren“, betont Wieczorek. Trotzdem sei eine enge Zusammenarbeit wichtig, und auch im Anschluss sei er für weitere Anliegen offen.

Mit einer aktuellen Aktion will PW DESIGN den Kundenkreis erweitern: Neukunden erhalten 25 Prozent Nachlass auf die Gesamtsumme des Erstauftrags. Vor allem Neugründer und Kleinfirmen hätten Bedenken, die wichtige Aufgabe der Imagegestaltung einem eher neuen Designstudio anzuvertrauen, erklärt Wieczorek. Auch wenn es um Kostenfragen gehe, sei er daher gesprächsbereit. „Wer die richtigen Prioritäten setzt, kann auch mit einem kleinen Budget große Wirkung erzielen“, verspricht er.

Für das kommende Jahr hat er die Internetseite ‚Was-kostet-Design.info‘ speziell für dieses Klientel geplant, auf der alle Designfragen – von der Notwendigkeit guter Gestaltung bis hin zu den Preisen – geklärt werden sollen.