Sartorius zieht Bilanz für das Geschäftsjahr

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Sartorius, ein international führender Pharma- und Laborzulieferer, hat das Geschäftsjahr 2016 mit dynamischem, zweistelligen Umsatz- und Ertragswachstum abgeschlossen.

„2016 war erneut ein sehr erfolgreiches Jahr für Sartorius, sowohl in operativer als auch in strategischer Hinsicht“, so Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg auf der Bilanzpressekonferenz in Göttingen. „Besonders stark expandiert weiterhin unsere Sparte Bioprocess Solutions, die als Biopharma-Lieferant in einem sehr dynamischen Markt unterwegs ist und zudem im wichtigen nordamerikanischen Markt Anteile gewinnt. Auch unsere Laborsparte hat ihre Ziele erreicht, ist organisch profitabel gewachsen und konnte ihre strategische Positionierung bei Biopharma-Laborkunden durch die beiden jüngsten Akquisitionen deutlich schärfen.“

Auch für das laufende Geschäftsjahr rechnet Sartorius mit deutlichem Wachstum und einer weiteren Steigerung der Profitabilität. Der Umsatz soll wechselkursbereinigt um etwa 8 bis 12 Prozent steigen und die operative Ebitda-Marge um etwa einen halben Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 25 Prozent zulegen. Kreuzburg bestätigte ferner die mittelfristigen Ziele von Sartorius, die eine Steigerung des Umsatzes im Jahr 2020 auf rund Zwei Milliarden Euro vorsehen bei einer operativen Ertragsmarge von etwa 26 bis 27 Prozent.

„Sartorius ist als Partner der biopharmazeutischen Industrie besser positioniert denn je. Insbesondere durch unsere Zukäufe der letzten Jahre bieten wir unseren Kunden heute innovative Lösungen, die von der Molekülerforschung über die Prozessentwicklung bis hin zur effizienten Produktion von Biopharmazeutika reichen.“

Sein auf mehrere Jahre angelegtes Investitionsprogramm wird der Konzern fortführen und internationale Produktionskapazitäten und seine IT-Systeme ausbauen. Für das Jahr 2017 plant Sartorius mit einer Investitionsquote von etwa 12 bis 15 Prozent. Am Stammsitz Göttingen werden bis Ende 2018 die beiden größten Werke zusammengeführt, modernisiert und ausgebaut. Weiterhin wird vor dem Hintergrund des starken Wachstums in Nordamerika das Filter- und Bag-Werk in Yauco, Puerto Rico, früher als ursprünglich geplant erweitert und der Ausbau größer dimensioniert.

Geschäftsentwicklung im Sartorius Konzern Sartorius erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatzanstieg von wechselkursbereinigt 18,2 Prozent auf 1.300,3 Millionen Euro nach 1.114,8 Millionen Euro im Vorjahr (nominal +16,6 Prozent). Alle Regionen trugen mit zweistelligen Wachstumsraten zur sehr guten Geschäftsentwicklung bei.

Am stärksten expandierten die Regionen Asien|Pazifik und Amerika mit einem Plus von 21,2 Prozent auf 285,8 Millionen Euro bzw. 21 Prozent auf 445,4 Millionen Euro. In Asien stand das deutliche Wachstum unter anderem in Zusammenhang mit einigen größeren Aufträgen für Bioprozess-Anlagen, während in Amerika weitere Marktanteile im Geschäft mit Einwegprodukten hinzugewonnen wurden und die zuletzt getätigten Akquisitionen überproportional zum Wachstum beitrugen. In der Region EMEA2 erzielte Sartorius einen Umsatzzuwachs von 14,7 Prozent auf 569,1 Millionen Euro. (Alle regionalen Wachstumsraten wechselkursbereinigt)
Der operative Gewinn stieg im Berichtszeitraum erneut überproportional zum Umsatz. So steigerte Sartorius sein operatives EBITDA1 um 23,6 Prozent auf 325,4 Millionen Euro und die entsprechende Marge von 23,6 auf 25 Prozent. Der maßgebliche Konzernnettogewinn3 erhöhte sich um 23,5 Prozent von 107,4 Millionen Euro auf 132,6 Millionen Euro; der Gewinn je Stammaktie betrug 1,93 Euro (Vorperiode 1,57 Euro4) bzw. je Vorzugsaktie 1,94 Euro (Vorperiode 1,58 Euro4).

Die wesentlichen Bilanz- und Finanzkennziffern des Konzerns lagen auch nach den drei in 2016 getätigten Akquisitionen weiterhin auf einem sehr guten Niveau. So belief sich die Eigenkapitalquote zum Ende des Berichtszeitraums auf 42 Prozent, der dynamische Verschuldungsgrad auf 1,5 (44,9 Prozent bzw. 1,3 zum 31. Dezember 2015).

Angesichts anhaltend starken organischen Wachstums hat Sartorius die Umsetzung seines Investitionsprogramms beschleunigt. Die Investitionen erhöhten sich im Berichtsjahr von 113,1 Millionen Euro auf 152,1 Millionen Euro; die entsprechende Quote bezogen auf den Umsatz lag bei 11,7 Prozent nach 10,1 Prozent im Vorjahr. Sartorius beschäftigte zum Jahresende 2016 weltweit 6.911 Menschen und damit 11,7 Prozent bzw. 726 Personen mehr als im Vorjahr. Davon kamen 77 Mitarbeiter im Zuge von Akquisitionen ins Unternehmen. In Deutschland sind 2.624 Mitarbeiter für Sartorius tätig, davon 2.275 am Stammsitz in Göttingen.

Die Sparte Bioprocess Solutions, die auf Einwegprodukte für die Herstellung von Biopharmazeutika konzentriert ist, erwies sich im Berichtsjahr erneut als Wachstumsmotor. In einem weiterhin dynamischen Marktumfeld erzielte die Sparte ein Umsatzplus von wechselkursbereinigt 22,1 Prozent auf 975 Millionen Euro (nominal +20,5 Prozent). Organisch legte die Sparte um rund 20 Prozent zu; Akquisitionen lieferten einen Wachstumsbeitrag von rund zwei Prozentpunkten. Der operative Ertrag der Sparte stieg aufgrund von Skaleneffekten deutlich überproportional zum Umsatz um 27,5 Prozent auf 273,5 Millionen Euro. Die Marge erreichte 28 Prozent nach 26,5 Prozent im Vorjahr.

Auch die Sparte Lab Products & Services, die Instrumente und Verbrauchsmaterial für Labore vor allem der Pharmabranche und Öffentlichen Forschung anbietet, setzte ihre positive Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr fort. Ihr Umsatz erhöhte sich wechselkursbereinigt um 7,9 Prozent auf 325,3 Millionen Euro (nominal +6,5 Prozent). Die zur Jahresmitte 2016 akquirierten Unternehmen IntelliCyt und ViroCyt trugen hierzu rund drei Prozentpunkte bei. Der operative Ertrag der Sparte stieg um 6,5 Prozent auf 51,9 Millionen Euro; die Ertragsmarge lag mit 16 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres, da die positiven operativen Skaleneffekte wie erwartet durch die jüngsten Zukäufe vorübergehend verwässert wurden.