Sartorius zieht Bilanz für das Geschäftsjahr 2013

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Text von: redaktion

Der Sartorius Konzern hat das Geschäftsjahr 2013 mit deutlichem Umsatz- und Ertragswachstum abgeschlossen. Auf der Bilanzpressekonferenz in Göttingen betonte Konzernchef Joachim Kreuzburg, das Unternehmen habe nicht nur alle Finanzziele erreicht, sondern auch die Wachstumsinitiative 'Sartorius 2020' erfolgreich vorangetrieben.

Auch für das laufende Jahr rechnet Sartorius mit deutlichem profitablem Wachstum. So erwartet die Unternehmensführung einen Umsatzanstieg von wechselkursbereinigt etwa 8 Prozent bis 10 Prozent und eine weitere Erhöhung der operativen Gewinnmarge. Aufgrund der guten Wachstumsperspektiven plant Sartorius zudem mit umfangreichen Investitionen in die Erweiterung seiner weltweiten Kapazitäten, wobei die Unternehmenszentrale in Göttingen einen Investitionsschwerpunkt darstellen wird. „In Göttingen starten wir ein mehrjähriges Investitionsprogramm zur Erweiterung unseres Headquarters. Wir wollen unsere beiden Werke an einem Standort zusammenzuführen und einen zentralen Sartorius Campus schaffen“. Unter anderem soll eine neue Instrumentenfertigung entstehen, Labore für die Entwicklung und Demonstration neuer Produkte sowie Bereiche für die interdisziplinäre Projektarbeit interner und externer Teams. „Wir expandieren kräftig und wollen gleichzeitig eine offene und dynamische Arbeitsatmosphäre für unsere internationalen Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner schaffen“, erklärte Kreuzburg. Die Rahmenplanung ist abgeschlossen, mit ersten Bauarbeiten wurde begonnen.

Geschäftszahlen 2013

Sartorius erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Konzernumsatz in Höhe von 887,3 Millionen Euro nach 845,7 Millionen Euro im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von wechselkursbereinigt (wb) 7,7 Prozent (nominal +4,9 Prozent). Ebenfalls deutlich fiel das Plus beim Auftragseingang aus. Dieser erhöhte sich um 8,0 Prozent (nominal +5,2 Prozent) auf 912,3 Millionen Euro.

In der regionalen Betrachtung erzielte Sartorius mit einem Plus von 10,3 Prozent das höchste Umsatzwachstum in Asien. Angetrieben wurde das Geschäft in dieser Region vor allem durch die hohe Nachfrage nach Einwegprodukten und Equipment für die Biopharma-Produktion. Im europäischen Markt, der bei Sartorius rund die Hälfte des Geschäfts ausmacht, erhöhte sich der Umsatz um 8,5 Prozent. Hier konnten alle Sparten Zuwächse verbuchen. Vor dem Hintergrund des starken Wachstums im Vorjahr entwickelte sich die Region Nordamerika mit einem Umsatzplus von 2,6 Prozent etwas moderater (alle Regionalzahlen wechselkursbereinigt).

Auch im Geschäftsjahr 2013 konnte Sartorius seine Profitabilität weiter erhöhen. So legte das operative EBITDA trotz negativer Wechselkurseinflüsse überproportional um 7,1 Prozent auf 172,6 Millionen Euro zu.

Der maßgebliche Konzernnettogewinn lag mit 64,8 Millionen Euro um 2,8 Prozent über Vorjahr. Das entsprechende Ergebnis je Stammaktie beläuft sich auf 3,79 Euro (Vorjahr 3,69 Euro) und je Vorzugsaktie auf 3,81 Euro (Vorjahr 3,71 Euro).

Der operative Cashflow verdoppelte sich 2013 nahezu mit 103,3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreswert von 53,2 Millionen Euro. Der dynamische Verschuldungsgrad, das Verhältnis aus Nettoverschuldung und operativem EBITDA, lag bei 2,0 (Vorjahr 1,9) und damit trotz des Abschlusses zweier Akquisitionen weiterhin auf einem komfortablen Niveau. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 38,3 Prozent nach 37,8 Prozent im Vorjahr.

Aufwand für Forschung und Entwicklung angehoben

Im Geschäftsjahr 2013 hat Sartorius für Forschung und Entwicklung 53,8 Millionen Euro und damit 9,7 Prozent mehr als im Vorjahr aufgewendet. Die umsatzbezogene F&E-Quote lag dementsprechend mit 6,1 Prozent etwas über der Vorjahresquote von 5,8 Prozent.

Investitionen in Kapazitätsausweitungen

Während Sartorius im Jahr 2012 massiv in den Ausbau seiner Kapazitäten investiert hatte, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Reihe kleinerer und mittlerer Investitionsprojekte umgesetzt. Entsprechend lagen die Investitionen bei 62,9 Millionen Euro nach 74,2 Millionen Euro im Jahr zuvor; die Investitionsquote belief sich auf 7,1 Prozent.

Anzahl der Mitarbeiter auf über 6.000 Personen erhöht

Zum Jahresende 2013 waren im Sartorius Konzern 6.058 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 567 Personen bzw. 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Einbezogen in diese Zahl sind die rund 200 Mitarbeiter der im Dezember 2013 akquirierten TAP Biosystems Group plc.

Positiver Ausblick auf das Jahr 2014

Für das laufende Jahr rechnet Sartorius auf Basis konstanter Wechselkurse mit einem Umsatzwachstum in Höhe von etwa 8 Prozent bis 10 Prozent. Die operative EBITDA-Marge soll dabei weiter steigen und etwa 20,0 Prozent nach 19,5 Prozent im Vorjahr erreichen. Aufgrund der guten Wachstumsperspektiven plant Sartorius zudem, etwa 8 Prozent bis 10 Prozent vom Umsatz in Kapazitätserweiterungen und Wachstumsprojekte zu investieren.