Sartorius investiert über 1,8 Millionen Euro in den Umweltschutz

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Text von: redaktion

Das Unternehmen errichtet ein 20 Meter hohes Spezialgebäude zur Rückgewinnung von Lösemitteln sowie ein neues Blockheizkraftwerk zur Verringerung der Klimabelastung.

Der Sartorius Konzern tätigt in diesem Jahr am Standort Göttingen hohe Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz. Auf seinem „Werk 2001″ im Industriegebiet Grone wurde bereits vor einigen Wochen ein rund 550.000 Euro teures Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen, das Strom und Wärme für den eigenen Bedarf produziert, wodurch sich die CO2-Belastung um 2.500 Tonnen pro Jahr verringert. Damit ist Sartorius jetzt auch zum Energieproduzenten geworden, die Anlage erzeugt jährlich ca. 3 Millionen Kilowattstunden (KWh) Strom. Zudem kann aufgrund der Kraft-Wärme-Kopplung die Anlage gleichzeitig auch die Abwärme nutzen, die über einen Wärmetauscher in das Heizungsnetz eingespeist wird. Hier beträgt die Jahresproduktion knapp 4,5 Millionen KWh.

Daneben wird seit Februar auf dem Gelände ein rund 20 Meter hohes Spezialgebäude errichtet, das ausschließlich für das Recycling von Lösemitteln aus der Biotechnologie-Produktion konzipiert ist. Allein der Anteil in Gebäude und Verfahrenstechnik beträgt 1,2 Millionen Euro. Die mehrstufige Aufarbeitungsanlage in unmittelbarer Nähe zu den Produktionsstätten der Sartorius Stedim Biotech soll im Herbst in Betrieb gehen, dabei kommen modernste Umwelt-, Steuerungs- und Verfahrenstechniken zum Einsatz. Das Verfahren ist so konzipiert, dass keinerlei Fremdkontamination stattfinden kann; die gesamte Rückgewinnung läuft über geschlossene Systeme. Lösemittel können nun direkt auf dem Werksgelände recycelt und in den Produktionsprozess rückgeführt werden. Durch die fast vollständige Wiederverwendung ist ein Zukauf frischer Lösemittel nahezu nicht mehr notwendig. In einem gesonderten Prozess wird auch das bei der Membranproduktion anfallende Spülwasser aufbereitet. „Wir gewinnen somit nicht nur die Lösemittel zurück, sondern entfernen auch Restalkohole aus dem Spülwasser, so dass wir diese ebenso wieder verwenden können“, so Projektleiter Andreas Mönning, Diplomingenieur bei Sartorius. Durch die Anlage werden die Umweltbelastungen reduziert, Ressourcen geschont und Transportkosten verringert.

Damit wird ein seit Jahrzehnten aktives betriebliches Umweltmanagement fortgesetzt, das deutlich über die bloße Befolgung gesetzlicher Vorschriften hinausgeht. Sartorius Standortverantwortlicher Manfred Werner dazu: „Investitionen in die Umwelt sind Investitionen in die Zukunft.“ So hat das Unternehmen die Energieeffizienz der Produktion bereits durch optimierte Steuerungsprogramme erheblich steigern können.

Foto v.l.: Fachingenieur Thomas Münter, Elektromeister Michael von Darsen und Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzburg nehmen das neue Blockheizkraftwerk in Betrieb.