Sartorius bietet Praktika für Flüchtlinge

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Text von: redaktion

Zum 1. Oktober starten elf Flüchtlinge aus Irak, Iran, Kolumbien, Palästina, Sudan und Syrien bei Sartorius. Sie werden zunächst im Rahmen eines Praktikums in den Bereichen Entwicklung, Engineering, Produktion, IT und Marketing tätig.

Die drei Frauen und acht Männer verfügen zumeist über einen technisch-naturwissenschaftlichen Hintergrund. Um den Spracherwerb zu beschleunigen, finanziert Sartorius Intensiv-Deutschkurse bereits vor dem Praktikumsstart. Auch während der Arbeitszeit werden sie weiterhin neun Stunden pro Woche Deutschunterricht erhalten. Zudem stehen den Praktikanten persönliche Ansprechpartner in den Abteilungen zur Seite.

„Wir möchten mit dieser Initiative einen konkreten Integrationsbeitrag leisten, vielleicht ein nur kleiner, aber wichtiger Schritt“, erläuterte Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg. „Neben dem Spracherwerb wird es vor allem darum gehen, in die fachliche Qualifikation einzusteigen und berufliche Perspektiven aufzuzeigen.“ Kreuzburg hob die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Stadt Göttingen, der Arbeitsagentur und Sartorius hervor. „Das Projekt zeigt, wie durch enge Kooperation zwischen Stadt, Arbeitsagentur und Unternehmen praktische erste Integrationsschritte gelingen können.“

Die Resonanz im Unternehmen sei durchweg positiv gewesen: „Schon heute arbeiten bei Sartorius allein in Göttingen Menschen aus mehr als 35 Nationen erfolgreich zusammen. Integration über gemeinsame Arbeit ist ein Erfolgsmodell, ich bin zuversichtlich, dass sich das hier einmal mehr zeigt“, so Kreuzburg. Ende Juli hatte Sartorius die Flüchtlinge, die derzeit an einem Integrationskurs bei der Göttinger Beschäftigungsförderung teilnehmen, zu einer halbtägigen Betriebserkundung mit Arbeitsprobe eingeladen.

Im Anschluss hatten sich 11 Personen für ein Praktikum beworben und bei einem zweiten Treffen ihre Ansprechpartner und Abteilungen kennengelernt. Ab 1. Oktober werden sie im Unternehmen sein, voraussichtlich zunächst für die Dauer von drei Monaten.