Sartorius beschleunigt Wachstum

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Text von: redaktion

Der Sartorius-Konzern hat seine Wachstums- und Ertragsziele für das Jahr 2006 erreicht. Hauptwachstumstreiber bleibt das Biotechnologiegeschäft.

Die wesentlichen Daten zum Geschäftsverlauf 2006:

Der Konzernumsatz überschritt 2006 zum ersten Mal die 500 Millionen Euro-Marke. Die Steigerungsrate beim Umsatz betrug 7,6 Prozent und übertraf leicht die Prognosen der Konzernleitung. Die gute Umsatzentwicklung beruhte insbesondere auf den Erfolgen der Sparte Biotechnologie mit Filtern und weiteren Einwegprodukten für biopharmazeutische Anwendungen. Regional betrachtet erzielte der Technologiekonzern mit 8,3 Prozent das größte Wachstum in Europa. Für die Zukunft erwartet das Unternehmen weiterhin die größten Wachstumsraten außerhalb Europas. Auch der Auftragseingang im Konzern legte zu und belief sich nach 497,0 Millionen Euro im Vorjahr auf 523,9 Millionen Euro. Noch stärker als der Umsatz stiegen die Erträge. Sartorius steigerte sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 19,2 Prozent auf 52,1 Millionen Euro (Vorjahr: 43,7 Millionen Euro).

Die Sparte Biotechnologie erhöhte ihren Umsatz um 8,5 Prozent auf 271,0 Millionen Euro (Vorjahr: 249,8 Millionen Euro). Innerhalb der Sparte erwies sich insbesondere das margenstarke Geschäft mit Filtern und weiteren Einwegprodukten mit zweistelligen Wachstumsraten als Ertragsmotor.

Die Sparte Mechatronik wuchs um 6,6 Prozent und erlöste 250,0 Millionen Euro (Vorjahr: 234,5 Millionen Euro). Alle Geschäftsbereiche und alle Regionen zeigten gute Wachstumsraten.

Wesentliche Bilanz- und Finanzkennzahlen des Konzerns, wie die Eigenkapitalquote, der Netto-Cashflow und die Nettoverschuldung wurden im Berichtsjahr verbessert. Darüberhinaus hat Sartorius seine F&E-Aktivitäten weiter intensiviert und seine Aufwendungen für Forschung & Entwicklung plangemäß um 8,7 Prozent auf 35,5 Millionen Euro (Vorjahr: 32,7 Millionen Euro) erhöht.

Zum 31.12.2006 waren im Sartorius Konzern 3.749 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 143 Personen mehr als im Vorjahr. Insbesondere aufgrund der Akquisition der Toha Plast GmbH hat sich die Anzahl der Beschäftigten zum Jahresbeginn 2007 noch einmal erhöht. Aktuell sind 3.881 Personen bei Sartorius beschäftigt, davon 2.188 in Deutschland und 1.728 am Stammsitz in Göttingen.

Mergers & Acquisitions

13.03.2007

Seit Anfang Januar 2007 gehört die Göttinger Toha Plast GmbH, ein hochspezialisiertes Unternehmen im Bereich Kunststofftechnologie mit 75 Mitarbeitern zum Sartorius-Konzern. Wie der Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Kreuzburg (siehe Foto) betonte, stellt die Übernahme von Toha ein weiteren Schritt für Sartorius dar, Marktführer in dem rasch wachsenden Markt für Einweg-Equipment für biopharmazeutische Produktionsprozesse zu werden. Im Februar 2007 schloss Sartorius zudem einen Vertrag über den mehrheitlichen Erwerb des französischen Biotechnologiezulieferers Stedim Biosystems ab. Mit dieser für Sartorius bisher größten Unternehmensbeteiligung ist eine Weiterentwicklung der Konzernstruktur verbunden. Sartorius plant, sein Biotechnologiegeschäft mit Stedim in einem eigenständigen Biotechnologie-Teilkonzern, der Sartorius Stedim Biotech, zusammenzuführen.

Positiver Ausblick für 2007:

Vor dem Hintergrund der geplanten Zusammenführung der Biotechnologieaktivitäten von Sartorius und Stedim wird der Sartorius Konzern seine im Januar für das Geschäftsjahr 2007 kommunizierten Ziele anheben. Auf proforma Basis wird die Umsatzerwartung für den Konzern für 2007 dann bei 660 Millionen Euro bis 680 Millionen Euro liegen; dies entspräche einer Wachstumsrate von rund 27 bis 30 Prozent. Die Prognose für das organische Wachstum (ohne Stedim) liegt bei rund 10 Prozent.