Rittergut Besenhausen erhält Preis für Denkmalpflege

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In einer Feierstunde übergaben Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen, und Michael Heinrich Schormann, stellv. Geschäftsführer der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, den Preis für Denkmalpflege der Niedersächsischen Sparkassenstiftung an den Eigentümer Moritz Flechtner.

In der Auenniederung der oberen Leine liegt nahe der Landesgrenze zu Thüringen das ehemals v. Hanstein’sche Gut Besenhausen.

Neben dem beherrschenden barocken Herrenhaus und dem Torhaus wird der ehedem wehrhafte Kernkomplex des Gutes vom sog. „Christenhaus“ geprägt. Über lange Jahre fristete dieser zweigeschossige massive Walmdachbau ein durchaus gefährliches „Dornröschendasein“.

Der Eigentümer betrieb seine Sanierung auf Grundlage einer bauhistorischen Untersuchung und hielt sehr engen Kontakt zur Denkmalpflege. Das Ergebnis ist eine zeitgemäße Wohnhausnutzung des Gebäudes. Mit konservatorischem Respekt vor wichtigen historischen Befunden und Phänomenen – verbunden mit architektonischer Kreativität – entstanden Wohnräume von hervorragender individueller Qualität.

„Der Preis würdigt das besondere Engagement und architektonische Geschick, ein nicht unkompliziertes, verödetes Baudenkmal mit frischem Leben zu füllen“, betonte Rainer Hald anlässlich der Preisverleihung an Moritz Flechtner.

„Diese Restaurierung stellt einen wichtigen Baustein zum Erhalt der niedersächsischen Denkmallandschaft dar“, betonte Michael Heinrich Schormann.

Der Preis für Denkmalpflege der Niedersächsischen Sparkassenstiftung wird alle zwei Jahre vergeben, in diesem Jahr zum 13. Mal, ausgestattet ist er mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 77.000 Euro. In den Bezirken Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Weser-Ems werden 2010 insgesamt 20 Denkmale ausgezeichnet, sieben Denkmale erhalten eine Belobigung. Es waren 49 Bewerbungen um den Preis eingegangen.