Ringvorlesung mit Kardinal Lehmann

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Text von: redaktion

Öffentliche Ringvorlesung zum Thema „Vorsehung, Schicksal und göttliche Macht“ im Sommersemester startet am 17. April in Göttingen. Zu den Referenten gehört auch Karl Kardinal Lehmann.

„Vorsehung, Schicksal und göttliche Macht“ stehen im Mittelpunkt der zentralen Ringvorlesung, zu der die Georg-August-Universität und die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen im Sommersemester einladen.

Veranstaltet wird diese Reihe, die ein Beitrag zum „Jahr der Geisteswissenschaften“ ist, von dem Graduiertenkolleg „Götterbilder – Gottesbilder – Weltbilder. Polytheismus und Monotheismus in der Welt der Antike“.

Prof. Dr. Jörg Rüpke (Universität Erfurt) eröffnet das Programm am Dienstag, 17. April 2007, mit dem Vortrag „Göttliche Macht ohne Gesicht. Eine religionswissenschaftliche Sondierung“. Zu den Referenten gehört auch Prof. Dr. Dr. Karl Kardinal Lehmann.

Der Bischof von Mainz und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz wird am 29. Mai zu Gast in Göttingen sein und zum Thema „Gott und Macht. Ein religionsphilosophischer Versuch“ sprechen. Die Vorträge finden jeweils dienstags in der Aula am Wilhelmsplatz statt und beginnen um 18.15 Uhr.

Die vom Universitätsbund Göttingen unterstützte Ringvorlesung thematisiert den Zusammenhang von Vorsehung, Schicksal und göttlicher Macht in der Antike und Spätantike. Die in Mesopotamien, Ägypten und Iran entwickelten Vorstellungen werden dabei ebenso berücksichtigt wie die monotheistischen Religionen. „Die für sie typischen personalen Gottesvorstellungen vereinen sich nur schwer mit einem übermächtigen Schicksal, weil es Freiheit und Verantwortung des Menschen extrem eingrenzt, wenn nicht ausschließt.

Auch der Islam ist in dieser Frage reich an aufschlussreichen Debatten, wobei zwischen innerislamischen Vorstellungen und den europäischen Klischees des 19. Jahrhunderts zu unterscheiden ist“, erläutert Prof. Dr. Hermann Spieckermann von der Theologischen Fakultät, der Sprecher des Graduiertenkollegs ist und die Vortragsreihe zusammen mit Prof. Dr. Reinhard G. Kratz initiiert hat. Auf dem Programm stehen außerdem Beiträge, die das Thema der Ringvorlesung aus religionswissenschaftlicher und religionsphilosophischer Perspektive beleuchten.