Richtfest im Neubau des MPS

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Text von: redaktion

Am Mittwoch, dem 12. Dezember 2012, erhält das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung ein festes Dach über dem Kopf – etwa 15 Monate nach Baubeginn.

Zum feierlichen Richtfest, zu dem die Max-Planck-Gesellschaft (MPS) um 12.30 Uhr in der zukünftige Foyer des Neubaus am Nordcampus eingeladen hatte, kamen mehrere hundert Gäste.

Auf dem Bauplatz zwischen dem Hans-Adolf-Krebs-Weg und dem Justus-von-Liebig-Weg, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gebäuden der Physikfakultät auf den Nordcampus der Uni Göttingen, entsteht derzeit die neue Heimat des MPS.

Das Institut ist seit 1946 im benachbarten Kaltenburg-Lindau ansässig.

Durch den geplanten Umzug, der laut Aussage des Instituts-Direktors Ulrich Christensen bereits im April 2014 stattfinden soll, rückt das MPS näher an den Göttingen Research Campus heran, einen Zusammenschluss der Universität Göttingen und weiteren außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Der straffen Zeitplan gelte es einzuhalten, denn im Jahr 2014 soll die Raumsonde Rosetta, die Instrumente des MPS an Bord hat, auf dem Kometen ‚Churyumov-Gerasimenko‘ landen. Und diese Aktion wollen die Weltraumforscher bereits aus Göttingen überwachen.

Zu den Gratulanten beim feierlichen Akt zählten unter anderem die Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel, der Stadtbaurat Thomas Dienberg und Ministerpräsident David McAllister (CDU), der sich darüber freute, dass Göttingen mit dem MPS ein fünftes Max-Planck-Institut bekommt.

Göttingen würde damit zu einer „Max-Planck-Hochburg“, die deutschlandweit neben Münden und Berlin zu den Städten mit den meisten Instituten der Planck-Gesellschaft zähle.

Insgesamt 320 Menschen sollen in dem künftigen Göttinger Institut Arbeit finden. Der Neubau kostet 58 Millionen Euro, davon übernimmt das Land Niedersachsen 11,5 Millionen Euro.

Den Weltraumforschern, die an vielen internationalen Missionen mitarbeiten, steht am Nordcampus in Zukunft eine Nutzfläche von fast 10.000 Quadratmetern zur Verfügung. Die Universität Göttingen stellte den notwendigen Baugrund kostenlos zur Verfügung.