Richtfest am Schwann-Schleiden-Forschungszentrum

© Bernd Ebeling
Text von: redaktion

Nur rund fünf Monate nach der Grundsteinlegung konnten am 4. August 2010 Hochschule, Planer und Handwerker das Richtfest bei einem der größten Bauprojekte der Universität feiern.

Im Schwann-Schleiden-Forschungszentrum für zelluläre Biologie werden künftig fünf Abteilungen der Neurobiologie und Pflanzenbiologie in modernen Laboren unter einem Dach zusammenarbeiten.

Mit Baukosten in Höhe von 23,5 Millionen Euro ist das Forschungszentrum das größte aus Mitteln des Konjunkturpakets II finanzierte Bauprojekt in Niedersachsen.

Die Veranstaltung begann um 14 Uhr mit der Begrüßung durch Universitätspräsident Kurt von Figura. Grußworte sprachen Ministerin Johanna Wanka, Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer und der Leiter des Gebäudemanagements der Universität Rainer Bolli.

Die molekularen Prozesse beim Weiterleiten von Signalen in einer Zelle sind ein Forschungsgebiet, das in den vergangenen Jahrzehnten immer größere Bedeutung erlangt hat. An diesen Fragestellungen arbeiten sowohl Neuro- als auch Pflanzenbiologen.

Die Unterbringung der bislang räumlich voneinander getrennten Abteilungen unter einem Dach ermöglicht in Zukunft einen deutlich besseren wissenschaftlichen Austausch zwischen den Disziplinen:

Die Forscher nutzen dieselbe Infrastruktur und können so zelluläre Prozesse der Informationsverarbeitung in Tieren und Pflanzen aus unterschiedlichen Perspektiven vergleichend betrachten.

Von den 3.200 Quadratmetern Gesamtfläche des Schwann-Schleiden-Forschungszentrums entfallen rund 2.200 Quadratmeter auf Labore. Den Wissenschaftlern stehen außerdem insgesamt 20 Klimakammern zur Anzucht von Pflanzen und Fliegen zur Verfügung.

Im Frühjahr 2011 soll das Gebäude bezugsfertig sein.