Reinhard Jahn erhält Sir-Bernard-Katz-Preis 2008

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Text von: Redaktion

Preisträger des diesjährigen Sir-Bernard-Katz-Preises ist Reinhard Jahn, Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen.

Er erhält den Preis zusammen mit Thomas C. Südhof aus Dallas für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Signalübertragung zwischen Nervenzellen. Die „Biophysical Society“ verleiht den Preis am 2. Februar 2008 uf ihrer Jahrestagung in Long Beach, USA. Im Rahmen einer Ehrenvorlesung werden die Preisträger dort auch ihre neuen Forschungsergebnisse vorstellen.

Reinhard Jahn studierte Biologie und Chemie und promovierte 1981 an der Georg-August-Universität Göttingen. Von 1983 bis 1986 war er an der Rockefeller University, New York, USA, tätig und wechselte von dort an das damalige Münchener Max-Planck-Institut für Psychiatrie (heute: Max-Planck-Institut für Neurobiologie). 1991 ging Jahn als Professor an die Yale University, New Haven, USA. Seit 1997 ist er Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und leitet die Abteilung Neurobiologie.

Der Zellbiologe Reinhard Jahn untersucht seit mehreren Jahren, wie Nervenzellen miteinander kommunizieren. Sein Hauptinteresse ist dabei, die zugrunde liegenden molekularen Mechanismen der Signalübertragung aufzuklären. Jahns und Südhofs Arbeiten haben maßgeblich dazu beigetragen, Schlüsselproteine zu identifizieren, die an diesem komplexen Prozess beteiligt sind, lautet die Begründung des Komitees für die Verleihung des Sir-Bernard-Katz-Preises an die beiden Wissenschaftler.

Der Sir-Bernard-Katz-Preis der „Biophysical Society“ wird zur Erinnerung an das Lebenswerk des Nobelpreisträgers Sir Bernard Katz vergeben. Der gebürtige Leipziger emigrierte 1935 nach England und forschte und lehrte dort mit Unterbrechungen am University College London.