Rehabilitationszentrum für Ruanda

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Ottobock unterstützt die Christoffel-Blindenmission Deutschland (CBM) beim Neubau eines orthopädischen Rehabilitationszentrums in Ruanda.  

Kürzlich haben Vertreter des Medizintechnik-Unternehmens und der gemeinnützigen Organisation im Ottobock Science Center Berlin einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der das erste gemeinsame Projekt besiegelt. Geplant ist der Bau einer umfassend ausgestatteten Orthopädiewerkstatt zur Versorgung von Menschen mit Behinderung. Das Zentrum wird an das Gahini Hospital angegliedert, das das Projekt vor Ort umsetzt. Gleichzeitig unterstützt das ruandische Gesundheitsministerium den Aufbau des Zentrums mit einem besonderen Status innerhalb des öffentlichen Gesundheitssystems.

„Wir sehen in Ruanda eine kontinuierlich positive Entwicklung, die wir fördern möchten“, sagt Klaus Frölich, der bei Ottobock die Exportaktivitäten in der Region East Europe / Middle East / Africa verantwortet. „Ruanda ist ein gutes Beispiel dafür, dass Afrika sich verändern kann“, fügt Kingsley Diores, zuständiger Area-Manager im Sales Export hinzu. Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern sei Ruanda sehr fortschrittlich. So existiere dort ein staatliches Gesundheits- und Versicherungssystem, auch das Bewusstsein für die Belange und Rechte von Menschen mit Behinderung sei vergleichbar mit dem in Europa. Allerdings mangele es an der nötigen Infrastruktur sowie ausgebildeten Fachkräften, um den Bedarf an medizintechnischer Versorgung zu decken.

Vor diesem Hintergrund ist das gemeinsame Projekt von Ottobock und der Christoffel-Blindenmission als nachhaltige Initiative über mehrere Jahre angelegt. Mit der Expertise und Unterstützung von Ottobock wird die Werkstatt geplant, eingerichtet und bis Januar 2017 fertig gestellt. Zudem bildet das Unternehmen Orthopädietechniker aus, die die Menschen vor Ort versorgen können. Noch in diesem Jahr sind in der Ottobock Firmenzentrale in Duderstadt Seminare mit vier Technikern und einem Physiotherapeuten aus Ruanda geplant.

„Wie bei all unseren Aktivitäten geht es darum, vor Ort Infrastrukturen aufzubauen und das Versorgungsniveau im Land zu erhöhen“, erklärt Klaus Frölich. Getreu dem Motto der Christoffel-Blindenmission – „Gemeinsam mehr erreichen“ – freue man sich, in der CBM einen gleichgesinnten Partner gefunden zu haben. „Mit diesem ersten gemeinsamen Projekt blicken wir in die Zukunft“, so Klaus Frölich. Schon jetzt liefen Gespräche über weitere mögliche Kooperationen in anderen afrikanischen Ländern.

„Mit Ottobock vereint uns das Bestreben, dass Menschen mit Behinderungen ihre grundlegenden Rechte auf Partizipation, Inklusion, Chancengleichheit, Sicherheit und Würde wahrnehmen können“, sagt Ronald Menzel-Nazarov, Leitung Philanthropie und Partnerschaften bei der CBM. „Das Projekt ist eine langfristige und nachhaltige Hilfe für die Menschen vor Ort, das ist uns wichtig in unserer Arbeit.“