Radiologie für die Zukunft gerüstet

© Evang. Krankenhaus Göttingen-Weende
Text von: redaktion

Die Klinische Radiologie im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende wurde nach einjähriger Bauzeit feierlich eröffnet. Damit ist die Komplettsanierung für 1,3 Millionen Euro abgeschlossen.

Patientenfreundlich, offen und hell erscheinen die neuen Räume im Erdgeschoss, unweit von Zentraler Notaufnahme (ZNA) und Intensivstation.

Eine Million Euro Förderung waren genehmigt worden, nachdem im November 2008 vom Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende ein Förderantrag im Rahmen des Konjunkturprogrammes II zum Umbau und zur Sanierung der Röntgenabteilung beim Niedersächsischen Sozialministerium eingereicht wurde.

Ein wichtiger Meilenstein der Umstrukturierung der Abteilung wurde bereits im Sommer 2009 realisiert, als ein Computertomograph (CT) in Betrieb genommen wurde. Das neue Gerät erfüllt die höchsten Standards und ermöglicht bildgestützte Gewebeproben und Drainagen in Echtzeit, die so schneller und für die Patienten sicherer und minimal-invasiv durchgeführt werden können.

Die bauliche Sanierung der Abteilung startete dann im Oktober 2009. Ziel des Förderantrages war es, Abläufe zwischen Notaufnahme, Operationstrakt und Stationen zu optimieren. Dabei wurde das „Innenleben“ der Radiologie komplett neu gestaltet:

Wände wurden entfernt, neue gebaut und zusätzliche Umkleidekabinen entstanden. Mammographie (Bruströntgen) und Ultraschall wurden bereits im ersten Bauabschnitt umgesiedelt, das CT und die Röntgendurchleuchtung schließlich im letzten Bauabschnitt bis Ende September. Auch die gesamte Lüftung, Technik und EDV wurden erneuert, sowie neben einem digitalen Bildschirmarbeitsplatz und einer Spracherkennungssoftware für die Befundung auch ein zusätzliches Lungenröntgengerät installiert.

Jetzt erscheint die Abteilung offen, hell und patientenfreundlich. Im Zuge der Sanierung wurde auch der konventionelle Röntgenbetrieb digitalisiert und ein digitales Bildarchiv eingerichtet.

120 000 Euro kostete die Umstellung, die das Krankenhaus aus eigenen Mitteln finanziert hat. Pro Jahr kommen etwa 40 000 Patienten für eine klinisch-radiologische Versorgung ins Weender Krankenhaus. Die Befundung der Untersuchungen findet „organbasiert“ statt: Jeder Radiologe ist ein erfahrener Spezialist für je zwei oder drei Organsysteme. Alle Ergebnisse werden aktuell in regelmäßigen Klinikkonferenzen erörtert.