Professur für Schmerztherapie an der UMG neu besetzt

© Entscheider Medien GmbH
Text von: redaktion

Die Leitung des Bereichs Schmerztherapie im Zentrum Anaesthesiologie-, Rettungs- und Intensivmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen hat ab 1. Juli 2008 Michael Strumpf (Foto), ausgewiesener Experte für klinische und experimentelle Schmerztherapie.

Michael Strumpf (Foto), geboren 1956, war unter anderem als Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie in Bochum tätig und seit 2002 Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Rote Kreuz Krankenhaus in Bremen.

„Schmerztherapie muss Pflichtfach für den medizinischen Nachwuchs sein. Junge Ärztinnen und Ärzte sollen Schmerzpatienten und deren Recht auf Schmerztherapie ernst nehmen und lernen, die Möglichkeiten der Behandlung von Schmerzen auszuschöpfen“, sagt Strumpf. Der designierte Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) will in Göttingen den ärztlichen Nachwuchs entsprechend schulen.

„Die Schmerztherapie in Göttingen ist bereits sehr gut aufgestellt“, so Strumpf, doch auch die klinische Versorgung der Schmerzpatienten will er optimieren. Ein erster Schritt dazu ist vor kurzem erfolgt: So werden an der Universitätsmedizin Göttingen Patienten nicht nur ambulant behandelt, sondern auch teilstationär in einer Tagesklinik, die ausgebaut werden soll. Neben den bestehenden Therapieangeboten für alle Schmerzerkrankungen ist ein weiteres Ziel der Aufbau einer vollstationären Schmerztherapie, auch in Kooperation mit der Palliativmedizin. Der Kontakt mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen soll intensiviert werden. Auch für seine zukünftigen Forschungsaktivitäten legt Strumpf Wert auf wissenschaftliche Kooperationen und die Etablierung neuer Forschungsnetzwerke und Forschungsbündnisse innerhalb und außerhalb der Universitätsmedizin Göttingen.