Preisgekrönte Ausbildung

© Böttcher-Gajewski / MPIbpc
Text von: redaktion

Die Max-Planck-Gesellschaft zeichnet drei Auszubildende und eine Ausbildungsstätte am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen aus.

Seit dem Vergabestart im Jahr 2007 konnte das Institut jedes Mal mindestens eine der begehrten Auszeichnungen gewinnen. Dieses Jahr konnten sich Ausbilder und Auszubildende doppelt freuen:

Zum einen wurden drei Auszubildende für ihre besonderen Leistungen und ihre hohe soziale Kompetenz ausgezeichnet, zum anderen erhielt die Tierhaltung des Instituts einen der drei Preise für eine herausragende Ausbildungsstätte.

Carina Blank, Tobias Bolz und Jeldrik Radtke haben während ihrer Ausbildung am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie neben sehr guten Leistungen auch hohes persönliches Engagement gezeigt.

Die Ausbilder der Tierhaltung am Institut, Denise Brödner und Thomas Gundlach, verfolgen ein Konzept, bei dem die Auszubildenden in die wissenschaftliche Arbeit eingebunden sind und an Austauschprogrammen mit anderen Einrichtungen teilnehmen. Für ihre Arbeit und ihren Einsatz erhielten sie nun einen der drei Preise für eine herausragende Ausbildungsstätte.

„Dass wir diesen Preis bekommen haben, hat mich besonders gefreut“, sagt Gregor Eichele, der Geschäftsführende Direktor des Instituts.

Momentan planen die Ausbilder der Tierhaltung am Institut ein Projekt, das Schule machen könnte: Unter Federführung der Tierpflege-Azubis werden die Auszubildenden aller Fachbereiche am Institut gemeinsam ein Terrarium bauen.

„Konstruktion und Bau werden die Azubis aus den Werkstätten übernehmen, die Konzeption und die Betreuung der Tiere haben die Tierpflege-Azubis in der Hand“, erklärt Institutsleiterin Ulrike Teichmann. Anschließend soll in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern des Instituts der Schlaf-Wach-Rhythmus von Reptilien in Abhängigkeit von ihrer Körpertemperatur studiert werden. „Dies ist ein schönes Beispiel dafür, wie Wissenschaft und Ausbildung miteinander verzahnt sind“, sagt Eichele.

Seit 2007 lobt die Max-Planck-Gesellschaft den mit 750 Euro dotierten Azubipreis aus. Bei ihrer Auswahl berücksichtigt die Jury die berufliche und schulische Leistung während der Ausbildung ebenso wie die persönliche Entwicklung und das soziale Engagement der Auszubildenden.

Der Preis für die beste Ausbildungsstätte wird jedes Jahr an drei Max-Planck-Institute vergeben, die mit einem besonders attraktiven Ausbildungskonzept aufwarten. Mit ihm erhalten die Einrichtungen 7.500 Euro für die Weiterentwicklung ihrer Ausbildung.

Das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie bildet seit seiner Gründung im Jahr 1971 weit über den eigenen Bedarf aus. Im letzten Jahr wurde die Zahl an Ausbildungsberufen von acht auf neun erweitert. Momentan leiten 13 Ausbilder am Institut 30 junge Leute in ihrem Beruf an.