Preise für innovatives Lernen an der Uni Göttingen

Text von: redaktion

Die beiden Lernplattformen wissenschaftliches Schreiben und Online-Deutschkurs von Katrin Meyer und Hajnalka Beck der Universität Göttingen sind mit dem diesjährigen niedersächsischen Hochschulpreis 'campusemerge' in der multimedialen Lehre ausgezeichnet worden.

Meyer und ihr Team erhielten den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis für ein softwaregestütztes Training zum Schreiben wissenschaftlicher Texte. Hajnalka Beck belegte Platz drei und erhielt 1.000 Euro für interaktiv gestaltete Unterrichtseinheiten, die nicht an einen Ort gebunden sind.

Katrin Meyer, wissenschaftliche Assistentin in der Abteilung Ökosystemmodellierung an der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, erarbeitete mit ihrem Team das Konzept für ‚Schreiben üben mit DoIT!‘ für Studierende, die in einer Lehrveranstaltung wissenschaftliche Texte schreiben müssen.

Die Studierenden erledigen dabei wöchentliche Schreibaufgaben und geben einander in Viererteams Feedback. Zur Verteilung der Texte nutzen sie die Software DoIT! innerhalb des universitären Lernmanagementsystems Stud.IP. Lehrende erhalten durch DoIT! jederzeit einen aktuellen Überblick über den Status der Arbeit und müssen weniger korrigieren. Dieses Konzept wird schon seit zwei Jahren erfolgreich an der forstwissenschaftlichen Fakultät eingesetzt.

Hajnalka Beck, E-Learning-Beraterin beim E-Learning-Service und Lehrbeauftragte am Lektorat Deutsch als Fremdsprache der Abteilung Interkulturelle Germanistik, konzipierte das Seminar ‚Situations- und handlungsbezogenes Sprechen online‘.

Es wurde mit ausländischen Studierenden durchgeführt, die am Lektorat Deutsch lernen. Der traditionelle, ort- und zeitgebundene Präsenzunterricht wird dabei durch sogenannte Webinare ersetzt. Das sind interaktiv gestaltete synchrone Unterrichtseinheiten in einem virtuellen Klassenzimmer und in der virtuellen Welt Second Life. Das Angebot kommt besonders den Studierenden entgegen, die zum Beispiel wegen Versuchen im Labor oder anderer Lehrveranstaltungen gebunden sind und deswegen die Präsenztermine nicht wahrnehmen können. Das Konzept lässt sich auch auf andere Fachbereiche und Lehrveranstaltungen übertragen, bei denen der Dozent oder die Studierenden nicht vor Ort sein können.

Die Preise wurden beim Kongress des E-Learning Academic Network ELAN in Osnabrück vergeben. Der Verein ELAN fördert die Zusammenarbeit bei E-Learning-gestützten Lehrveranstaltungen und beim Einsatz neuer Medien.