Preis für Göttinger Prionforscherin

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Text von: redaktion

Wiebke Wemheuer, Doktorandin in der Abteilung Neuropathologie der Universitätsmedizin Göttingen, hat den mit 2.000 Euro dotierten Wilhelm-Ellenberger Preis der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig erhalten.

Die Auszeichnung würdigt das Ergebnis ihrer Doktorarbeit. Diese zeigt bisher unbekannte Ähnlichkeiten der Erreger der Creuzfeldt-Jacob-Krankheit beim Mensch und der Krankheit Scrapie bei Schafen auf.

Die Arbeit mit dem Titel „Typisierung von Scrapie-Formen beim Schaf und Vergleich mit den Typen der Creuzfeldt-Jacob-Krankheit (CJD)“ wurde von Walter Schulz-Schaeffer, Leiter des Schwerpunkts Prion- und Demenzforschung der Abteilung Neuropathologie der UMG, betreut und entstand in Kooperation mit der Universität Leipzig.

Wemheuer konnte zeigen, dass die unterschiedlichen menschlichen und tierischen Prionkrankheiten jeweils durch vergleichbare Prion-Erregerformen ausgelöst werden. Diese zeigen vergleichbare Eigenschaften in ihrer Stabilität und in der Art der Ablagerungen im Gehirn.

Die neuen Erkenntnisse führen dazu, dass das Risiko einer Übertragung von Scrapie auf Menschen neu bewertet werden muss.

Der Wilhelm-Ellenberger Preis wird seit 1997 von der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig für herausragende Dissertationen verliehen. Namensgeber ist der deutsche Veterinär-Anatom Wilhelm Ellenberger, Begründer der Fächer Veterinäranatomie und -physiologie.