Praxiskurse stärken die Kompetenz von Öko-Kontrolleuren

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Text von: redaktion

Verbraucher erwarten von der ökologischen Tierhaltung die Einhaltung hoher Tierschutzstandards. Ende April starten an der Universität Kassel die ersten Ausbildungskurse für Öko-Kontrollpersonal, die später hier in der Region unterwegs sein werden. Erlernt werden Grundlagen, um das Tierwohl von Legehennen auf Basis neuester Forschungsergebnisse optimal beurteilen zu können.

Das Schulungskonzept wird gemeinsam von der Gesellschaft für Ressourcenschutz mbH, einer Öko-Kontrollstellen, dem RP Gießen als der für Hessen zuständigen Landes-Öko-Behörde und dem Fachbereich Ökologische Agrarwirtschaft der Universität Kassel getragen. Es fußt auf aktuellen Ergebnissen aus durch die Europäische Union geförderten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben wie Welfare Quality und EUWELNET. Auch die Ergebnisse des von den Anbauverbänden Bioland, Demeter und Naturland jüngst entwickelten Leitfadens Tierwohl werden berücksichtigt.

„Ich bin froh, dass wir hier in Hessen Vorreiter bei der Entwicklung eines innovativen Prüfkonzepts sein werden“, freut sich Bernd Gebhardt-Schiller vom Regierungspräsidium Gießen. „Besonders wertvoll ist die Vernetzung der Öko-Kontrollstellen mit der Behördenebene bei den Kursen“.

Die Schulungen erfolgen in Kleingruppen und umfassen sowohl einen Theorie- als auch einen umfassenden Praxisteil. Sie richten sich an Kontrollpersonal von Öko-Kontrollstellen und aus zuständigen Behörden. Die ersten Veranstaltungen am 28. April und 16. Mai 2014 waren bereits nach kurzer Zeit weitgehend ausgebucht. Die Veranstalter planen zwei weitere Veranstaltungen im weiteren Verlauf des Jahres 2014, bei dem auch der behördliche Tierschutz einbezogen werden wird. Eine Erweiterung auf andere Tierarten ist vorgesehen.

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