Prävention im Experten Center

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: Marisa Müller

Früherkennung kann Leben retten und verlängern. Diese einfache Erkenntnis lässt nur einen logischen Schluss zu: Präventionsmaßnahmen starten. Die meisten dieser Früherkennungsschritte sind ebenso einfach wie unkompliziert.

Ein Besuch im Medizinischen Experten Center in Göttingen (MEC) bietet für alle gesundheitsbewussten Südniedersachsen eine neue Möglichkeit – auch in kürzester Zeit und unter einem Dach die Chancen einer effektiven Früherkennung zu nutzen. Die Ärzte im MEC am Göttinger Bahnhof sind ein Zusammenschluss medizinischer Experten, die – jeder für sich – einen konkreten Schwerpunkt aufweisen. In der Regel sind dies medizinische Bereiche, in denen der jeweilige MEC-Arzt die überwiegende Zeit seines Berufslebens tätig und aktiv war. Einige von ihnen sind aus ihrem bisherigen Wirkungskreis ausgeschieden – sei es Universitätsklinik oder Praxis. Andere bringen neben ihrer Tätigkeit tage- oder halbtageweise ihr Fachwissen in das MEC ein.

„Allen gemeinsam ist ihre Zielsetzung, innerhalb eines Netzwerkes von medizinischen Experten eine hochwertige Medizin anzubieten“, erklärt Uwe Fischer. Im Jahr 2012 entstand die Idee, die Expertise ausscheidender Mediziner aus Universität und Praxis unter einem gemeinsamen Dach zu nutzen. Inzwischen ermöglicht es das Wirken der verschiedenen Experten, das vorhandene Wissen bestmöglich für alle Aspekte des Themas Prävention einzusetzen. „Eine zeitnahe fachübergreifende Betreuung von Patienten ist im MEC ebenso möglich wie die interdisziplinäre Abstimmung von Behandlungskonzepten und die Umsetzung komplexer Präventionskonzepte innerhalb von ein bis zwei Tagen“, fasst Friedemann Baum das Angebot zusammen. Die MEC-Ärzte erstellen darüber hinaus Gutachten innerhalb ihrer jeweiligen Fachgebiete. Sie geben Zweitmeinungen zu auswärts durchgeführten diagnostischen Untersuchungen und/oder Behandlungsempfehlungen und beraten über sinnvolle medizinische Optionen in den verschiedensten Situationen.

Selbstverständlich sind beim Thema Vorsorge allgemein natürlich ein gesunder Lebenswandel sowie eine ausgewogene mentale Balance von übergeordneter Bedeutung. Bisher empfohlene Vorsorgeuntersuchungen stellt das Konzept nicht in Frage. Über das Ausmaß solcher Basisuntersuchungen werden Interessierte im MEC nunmehr allerdings umfassend, zeitnah und kompetent beraten; Anschlussuntersuchungen führt das Team des MEC bedarfsgerecht durch.

Beim allgemeinen Basis-Check werden allgemeine Risikofaktoren untersucht. Hierzu gehören Blutuntersuchungen, ein Herz- und Kreislauf-Check und Ultraschall. Dies kann gesteigert werden durch den Body-Check, bei dem MRT und CT von Lunge, Bauchund Beckenraum zum Einsatz kommen. Der gezielte Herz-MR-Check hilft bei der Suche nach krankhaften Veränderungen der Herzklappen, des Herzmuskels und der Herzanlage, ganz ohne Strahlenexplosion, jodhaltige Kontrastmittel, und das innerhalb einer Stunde. Um zwei unterschiedliche Aspekte geht es beim Lungen-Check: einerseits funktionelle Kriterien der individuellen Lungenkapazitäten und der kardiopulmonalen Leistung und andererseits eine morphologische Untersuchung zur Lungenkrebsfrühdiagnostik. Der Kopf-MRT-Check erlaubt Rückschlüsse auf etwaige Risikofaktoren im Bereich des Gehirns, aber auch des gesamten Körpers. Außerdem können Aneurysmen, besonders im Falle einer familiären Belastung/ Veranlagung, früh erkannt und entsprechend behandelt werden. Der Hormon-Check richtet sich in erster Linie an Frauen, wobei es vorwiegend um östrogengesteuerte Phänomene geht. Das Spektrum reicht hier von hormonellen Problemen über Familienplanung bis hin zur drohenden Osteoporose – all diese Aspekte werden fundiert besprochen und gegebenenfalls behandelt. Und wer ein Problem mit seinem Körpergewicht hat, der kann beim Ernährungs-Check seine Risiken herausfinden und seine Gewohnheiten verändern. Die Experten stehen mit Tipps rund um therapeutische Maßnahmen, Diätpläne und körperliche Aktivitäten zur Seite. Um Brustkrebsfrüherkennung geht es beim Brust-Check mit Röntgenmammografie, Ultraschall und/oder Kernspintomografie. Für die Herren empfiehlt sich der Prostata-Check, bei dem Tast-, Labor- und bildgebende Untersuchungen präventiv eingesetzt werden. Speziell, aber dadurch für Betroffene umso interessanter ist die Transplantations- Sprechstunde. Sie richtet sich an Menschen, die mit einem Transplantat leben und die in verschiedenen Lebensfragen die richtige Balance zwischen Immunsuppression und Nebenwirkungen finden möchten.

Generell steht das Angebot allen offen. „Besonders interessant ist eine Kombination all der angebotenen Präventionsangebote innerhalb von ein bis zwei Tagen für den beruflich eingespannten Geschäftsführer oder die Firmenchefin, die nicht viel Zeit für private Termine opfern kann“, sagt Uwe Fischer. Der darauf zugeschnittene ein- oder zweitägige Manager-Check beinhaltet sämtliche Präventionsmaßnahmen – vom Scheitel bis zur Sohle. Im entsprechenden Programm des MEC sind alle Angebote enthalten, die ansonsten auch einzeln erhältlich wären. Sämtliche Untersuchungen enden mit einem Abschlussgespräch, in dem Befunde, Risikokonstellation und Behandlungsvorschläge präsentiert werden. Die Präventionsuntersuchungen für alle Körperregionen und Funktionseinheiten können innerhalb kürzester Zeit erledigt werden, Abschlussgespräch inklusive. „Eine Unterbringung in Hotels in Göttingen und Umgebung rundet das Konzept ab. Zur Wahl stehen ein Wellness-, ein Altstadt-, und ein Golfkonzept“, erklärt Friedemann Baum.

Das Angebot des MEC bietet sich übrigens auch für kleine und mittelständische Firmen an. Diese können die Angebote des MEC zum Beispiel für ihre Angestellten buchen. Eine Investition, die sich lohnt, denn gesunde Mitarbeiter sind schließlich die Basis eines jeden gesunden Unternehmens.

Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Untersuchungen und auch zu den Medizinern des MEC gibt es unter: www.mec-goettingen.de.