Potenzial im Café

Chris Andrew Terlunen ©Anne Schneller
Text von: Anne Schneller

Eine Erfolgsgeschichte aus dem Netzwerk von Pro Hannover Region

Mitglieder zusammenzubringen, Winwin-Situationen zu schaffen und dadurch Mehrwert zu schaffen – das hat sich das Netzwerk Pro Hannover Region (PHR) auf die Fahnen geschrieben. Eines der Angebote dazu ist das zweimal jährlich stattfindende KooperationsCafé. Es wird von der PHRArbeitsgruppe ,Die Kooperationslotsen‘ organisiert und auch begleitet.

Die Lotsen beraten, bringen Unternehmer miteinander ins Gespräch, geben Tipps und Impulse, denn unter den Teilnehmern findet sich die gesamte Bandbreite von ,noch gar keine Vorstellungen‘ bis zu konkreten Vorhaben, zu deren Realisierung eben nur noch die passenden Partner fehlen. Björn Kitschke und Chris Andrew Terlunen (Fotos, v. l.) haben sich beim Kooperations-Café in diesem Frühjahr getroffen und schnell festgestellt: Bei ihnen passt’s! „Innerhalb eines Tages war die Kooperation aufgesetzt“, erinnert sich Kitschke. „Normalerweise dauert das viel länger.“

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Björn Kitschke

Terlunen ist Vertriebsleiter Niedersachsen bei den EuroSchulen Hannover und dort auch für das Marketing zuständig. Die Euro Schulen gehören zur ESO Education Group, einem deutschlandweiten Verbund von rund 120 Bildungseinrichtungen, zu dem auch einige private Hochschulen gehören. In Hannover umfasst das Portfolio Berufsorientierung, eine Vielzahl von Aus, Fortund Weiterbildungsangeboten, (Weiter) Qualifizierungsmaßnahmen, Studienund Fördermöglichkeiten sowie Personalentwicklungsmaßnahmen, Perso naldienstleistungen und Firmenservices.

Zunächst hatte sich Björn Kitschke 2013 mit einer Agentur für die Vermittlung von Studentenjobs selbständig gemacht. Im vergangenen Jahr gründete der 34Jährige dann zusammen mit einem Freund das Startup ,Study Life and Work‘, ein Informationsportal für Studierende, das ,alles auf einen Klick‘ bietet: Jobs, Praktika, Seminare, Besichtigungen, Beratung. Der Fokus liegt dabei darauf, Studenten und Unternehmen zusammenzubringen.

„Wir wissen, wie beide ticken“, erklärt Kitschke.

Er und Terlunen kamen beim KooperationsCafé miteinander ins Gespräch und identifizierten schnell die Potenziale der Zusammenarbeit. Gemeinsame Ziele sind zum einen, Studierende und junge Berufstätige voranzubringen, und zum anderen, die Unternehmen, mit denen beide kooperieren, passgenau zu unterstützen. „Wir promoten uns gegenseitig“, erklärt der 50jährige Terlunen. „Wir kommunizieren seine Angebote an ‚unsere‘ Unternehmen“, ergänzt Kitschke, „und er empfiehlt uns ‚seinen‘ Unternehmen, wenn sie Aushilfsjobs, Praktikantenstellen, Themen für Abschlussarbeiten zu vergeben haben.“ Ausloten wollen sie mittelfristig die Möglichkeiten, gemeinsam etwas für Dritte zu machen.

Nach dem konspirativen Kaffee zögerten beide nicht lange und verlinkten ihre Unternehmen umgehend auf der Homepage bzw. dem Portal des anderen. Und Chris Terlunen meldete sich bei PHR-Geschäftsführerin Birgit Feeß: „Bei mir ist eine Kooperation zustande gekommen.“