Positives Echo

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Text von: redaktion

Mit einer neuen, frischen Werbekampagne will die Zufall logistics group dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken und für eine Ausbildung in der Logistikbranche begeistern.

Hinweis: Beachten Sie auch den faktor-Link mit weiteren Informationen zum Thema aus unserer Winter-Ausgabe 2011.

Fröhlich, peppig und zeitgemäß sollte die Ausbildungsoffensive der Zufall logistics group werden. Das ist den Machern aus dem unternehmensübergreifenden Arbeitskreis ,Marketing‘ gelungen.

Sichtlich Spaß hatten vor allem die jungen Protagonisten der vier Videoclips und einem Kino-Spot, in denen die verschiedenen Ausbildungsberufe bei Zufall vorgestellt werden. Der Clou dabei ist, dass die Darsteller selbst angehende Speditionskaufleute, Informatikkaufleute oder Fachkräfte für Lagerlogistik sind, die in einem großen Casting unter allen Berufsanfängern ausgewählt wurden.

Hintergrund des aufwändig angelegten Werbefeldzugs des Logistik-Dienstleisters seien abnehmende Bewerberzahlen, wie Jörg Rotthowe, Leiter der Zufall-Niederlassung in Göttingen, erklärt: „Bis zum Jahr 2006 hatten wir teilweise um die 200 Bewerber nur allein für den Standort Göttingen. Doch dann haben die Zahlen stark abgenommen. Letztes Jahr waren es lediglich 155.“

Zwar steht das Unternehmen mit der Rekordzahl von 43 Auszubildenden in Göttingen und 143 in der gesamten Unternehmensgruppe vergleichsweise gut da, doch langsam aber sicher sahen sich die Verantwortlichen bei Zufall damit konfrontiert, in Zukunft nicht mehr ausreichend qualifizierten Nachwuchs zu finden. Dass etwa 80 bis 90 Prozent der Mitarbeiter im Unternehmen „gelernt“ haben, veranschaulicht die Bedeutung des Nachwuchses aus dem eigenen Haus.

Als Erklärung für den Rückgang wurden zum einen demographische Faktoren wie sinkende Bevölkerungszahlen und rückläufige Geburtenraten ausgemacht. Zum anderen sei aber auch das angestaubte Image der Logistik-Branche Schuld am Bewerberschwund: „Wir haben vielseitige und attraktive Berufsbilder zu bieten, aber leider wurden diese in der Vergangenheit nicht gut genug kommuniziert. Gerade die effiziente und nachhaltige Planung von Lieferketten eröffnet dem Nachwuchs aber vielfältige Möglich-keiten zur Qualifizierung und Spezialisierung“, sagt Rotthowe und fügt hinzu: „Aus diesem Grund wollten wir nicht
nur über die Lerninhalte der jeweiligen Ausbildungsberufe informieren, sondern darüber hinaus zeigen, dass die Jobs in
Transport und Logistik spannend sind und Spaß machen.“

Wie nötig dies ist, zeigt auch ein Bericht des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) vom Oktober 2011. Demnach steuere die Branche auf ein Nachwuchsproblem zu, das sich künftig zu einem alles bestimmenden faktor entwickeln werde. Denn während die
weltweite Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen, verbunden mit einem höheren Personalbedarf, weiter zugenommen
habe, seien die Beschäftigten im Durchschnitt immer älter geworden.

Die zentrale Herausforderung für Logistikunternehmen sei daher, junge Menschen für eine Ausbildung zu begeistern. Denn wer ausbilde, stehe deutlich besser da, so der BAG-Bericht.

Dennoch befindet sich die Zufall logistics group mit ihrer Ausbildungsoffensive nahezu allein auf weiter Flur. Und das, obwohl auch die Resonanz überwältigend sei, wie Niederlassungsleiter Jörg Rotthowe feststellt: „Nach dem Startschuss der Initiative im August 2011 haben wir ein tolles Feedback erhalten. Nicht nur die Bewerberzahlen befinden sich auf einem Höchststand, auch die Reaktionen der Jugendlichen, die unsere Videos gesehen haben, sowie die Echos aus der Branche, sind durchweg positiv.“

Darüber hinaus habe die Aktion, so Rotthowe, für einen erfreulichen ,Schub‘ im Unternehmen gesorgt, da die Azubis
von der Auswahl bis zur Umsetzung des Konzepts mit viel Enthusiasmus daran beteiligt waren.