Positive Signale am Arbeitsmarkt

Text von: redaktion

Nach dem saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Januar ging die Zahl der Arbeitslosen im Februar wieder leicht zurück. Die Arbeitslosenquote lag bei 8,6 Prozent und somit 0,7 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Dahinter verbargen sich im Februar 3.874 Zugänge in und 4.183 Abgänge aus Arbeitslosigkeit.

Aus Erwerbstätigkeit meldeten sich 1.474 Menschen neu oder erneut arbeitslos, 103 bzw. 7,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Demgegenüber nahmen 1.382 Menschen ein neues Beschäftigungsverhältnis auf, 131 bzw. 10,5 Prozent mehr als im Februar 2010.

„Der Arbeitsmarkt nimmt nach der Wirtschaftskrise Fahrt auf, und davon profitieren insbesondere zunächst gut qualifizierte, arbeitsmarktnahe Bewerber“, erklärt Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen.

Besonders hoch ist die Nachfrage beispielsweise in den Bereichen Elektronik, Soziales und Gesundheit.

Gläser fordert: „Ich möchte an die Betriebe appellieren, die älteren Arbeitsuchenden in die Stellenbesetzungen mit einzubeziehen. Die Erfahrung langjähriger Berufstätigkeit bereichert jedes Unternehmen und unterstützt auch die Ausbildung neuer Fachkräfte.“

Im Februar hatten die Unternehmen im Agenturbezirk Göttingen 911 Arbeitsplätze neu gemeldet, 765 davon sozialversicherungspflichtig. Damit erhöhte sich der Stellenzugang gegenüber dem Vorjahresmonat um 158 bzw. 21 Prozent.

Insgesamt konnten Arbeitslose im Agenturbezirk unter 1.887 Stellen auswählen, das waren 449 mehr als vor einem Jahr.

Leicht zurückgegangen ist nach aktuellen Hochrechnungen die Zahl der Arbeitnehmer, die im Agenturbezirk Göttingen von konjunkturell bedingter Kurzarbeit betroffen waren: Im Oktober nahmen 200 Betriebe mit 1.715 Arbeitnehmern dieses Instrument zur Beschäftigungssicherung in Anspruch. Im Oktober 2009 waren noch 380 Betriebe mit 5.528 Arbeitnehmern in konjunktureller Kurzarbeit.

Entwicklung in den Landkreisen

Einheitlich verlief die Entwicklung im Februar in den südniedersächsischen Landkreisen Göttingen, Northeim und Osterode, denn in allen drei Landkreisen sankdie Arbeitslosigkeit sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Februar 2010.

Im Landkreis Göttingen ging die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 247 bzw. 2,3 Prozent zurück und lag nunmehr bei 10.335. Die Arbeitslosenquote betrug 8,2 Prozent (Vorjahresmonat: 8,6 Prozent). Im Februar 2010 waren noch 582 bzw. 5,3 Prozent mehr Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Landkreis Northeim betrug die Zahl der Arbeitslosen 5.647, die Arbeitslosenquote lag bei 8,1 Prozent (Februar 2010: 9,0 Prozent). Damit waren 78 bzw. 1,4 Prozent weniger Menschen als im Vormonat arbeitslos, im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl um 729 bzw. 11,4 Prozent.

Im Landkreis Osterode waren 4.112 Menschen arbeitslos gemeldet, 81 bzw. 1,9 Prozent weniger als im Vor-monat und 468 bzw. 10,2 Prozent weniger als im Februar 2010. Die Arbeitslosenquote lag bei 10,8 Prozent (Vorjahresmonat: 11,6 Prozent).