Platz zum Querdenken

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Text von: redaktion

Das Hotel Freigeist in Northeim ist eröffnet - faktor warf einen Blick hinter die Kulissen.

Der Blick wandert ins Grüne, die Gedanken können schweifen. Wohltuende Weite für die Augen und Freiheit für den Geist. Hier kann man abschalten von der städtischen Hektik und dem Verkehr, der lärmende Alltag bleibt draußen. Hohe Glasfronten lassen die Natur ins Haus, die so zu einem Teil des Hotels wird. Die Umgebung genießen und sie nutzen, beides ist möglich. Ja, der Name Freigeist passt zu diesem Hotel, das am Rande Northeims im Wieterwald den Besuchern Ruhe und Zurückgezogenheit bietet. Das fanden auch die Bauherren Carl Graf von Hardenberg und Georg Rosentreter, die bei der Namensgebung des Dichters und Philosophen „Novalis“ gedachten, einem Vorfahren der Familie Hardenberg, der für seine Liebe zur Natur und seinen Mut zum Querdenken bekannt war. „Ein freier Geist ist für Konferenzen und Seminare unabdingbar, und auch der Golfsport verlangt Ruhe, Weite und mentale Stärke“, macht Rosentreter deutlich.

Und so ist das Konzept des Hauses bewusst auf die Zielgruppen Golfsportler, anspruchsvolle Freizeitreisende und Tagungsgäste abgestimmt. Zahlreiche Freizeitangebote ermöglichen individuelle Rahmenprogramme und reichen von Bogenschießen über Reiten bis zu Mountainbiken.

Für Freunde des Golfsports ist das Hardenberg GolfResort mit zwei Meisterschaftsplätzen und einem Public Course mit dem hauseigenen Shuttle- Service bequem innerhalb von nur drei Minuten erreichbar. Und die vielfältigen Möglichkeiten, den direkten Außenbereich einzubeziehen, machen das Hotel für Workshops, Seminare und Feiern aus privatem Anlass ideal. Sechs Räume mit 30 bis 250 Quadratmetern bieten Platz für kleine und große Gesellschaften sowie jeweils freien Zugang in den Außenbereich, der für Spaziergänge zum Durchatmen zwischendurch oder mit Sitz ecken für Pausen und zum Arbeiten in kleinen Gruppen genutzt werden kann. „Das kann kein Stadthotel bieten“, so Hoteldirektor Georg Rosentreter. Gemeinsam mit Carl Graf von Hardenberg hat er 2007 das insolvente Waldhotel Gesundbrunnen gekauft.

Seit Januar 2008 haben zehn Planungsteams und 40 Unternehmen, vorwiegend aus der Region, 2.300 Quadratmeter Hotelfläche saniert und 1.700 Quadratmeter nach den Plänen des Architekturbüros Graf und Partner aus Northeim neu gebaut. Rund fünf Millionen Euro wurden mit Hilfe der Kreissparkasse Northeim in das Hotel Freigeist investiert, das einen neuen Impuls für den Tourismus im Landkreis Northeim setzen soll. Schon das Foyer mit seiner zweistöckigen Glasfassade wirkt großzügig und hell, und dieser Eindruck bestätigt sich im ganzen Haus. Modern aber gemütlich wollten es die Bauherren, und das ist ihnen mit hochwertigen Materialien und zeitlosem Design gelungen. Warme Farben an Wänden und Decken sowie geölte Eichenböden und Schieferplatten schaffen eine angenehme Atmosphäre. Alle 62 Zimmer mit insgesamt 124 Betten sind im zarten Apricot-Ton gestrichen. „Das Hotel Freigeist ist der jüngere Bruder des BurgHotels Hardenberg“, so Melanie Thöne, Leiterin des Gräflichen Landsitz Hardenberg, „zweckmäßig, aber designorientiert und ansprechend eingerichtet entspricht es einem sehr guten Mittelklassehotel.“ Und diesem ist das Restaurant angegliedert, das seit jeher schon ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Die große Außenterrasse direkt am Wieter Weiher lädt im Sommer zum Entspannen in der Natur ein. Und bei kaltem oder schlechtem Wetter kann man durch die breite Fensterfront den freien Blick nach draußen genießen und sich am Kamin wärmen, der – in einer Zwischenmauer eingelassen – das Restaurant mit dem Loungebereich verbindet. Der Saal, der auch Speise- und Loungebereich beherbergt, liegt im alten Haustrakt und wurde komplett restauriert, genauso wie die daran angrenzenden Banketträume mit Platz für 60 und 150 Personen. Die freigelegte Balkenkonstruktion an der Decke erstrahlt nun ebenso wie die Wände in heller Farbe. Dabei wurde hier, wie auch im ganzen Haus, viel Wert auf ökologisch unbedenkliche Holzschutzmittel und Anstriche gelegt. Denn nicht nur die Optik sei ausschlaggebend für den Wohlfühlcharakter, sondern auch die Verwendung natürlicher Werkstoffe.

Überhaupt ist Natürlichkeit für Rosentreter ein wichtiger Aspekt – auch in punkto Gastronomie. Mit Produkten aus der regionalen Landwirtschaft sollen gutbürgerliche Speisen mit Rezepten aus Südniedersachsen angeboten werden, denn „unsere Region ist kulinarisch absolut unterrepräsentiert, das wollen wir ändern“, sagt Rosentreter. Damit setzt er neue Maßstäbe, um Gäste in die Region zu locken. Das Hotel Freigeist bietet beste Voraussetzungen, den Tourismus anzukurbeln, jetzt muss der „kleine Bruder“ nur noch laufen lernen.

Text: Claudia Klaft