Plasma for Life

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Alltägliche Plasma-Anwendungen wie Handgeräte, um Wunden besser zu heilen oder der Plasma-Läusekamm können in den nächsten Jahren zur Selbstverständlichkeit in Haushalt und Handwerk werden: Der FH-Impuls-Cluster 'Plasmatechnologien aus Südniedersachsen –  Impulse für ein gesundes Leben', kurz 'Plasma for Life', will hierfür sorgen.

Dabei handelt es sich um eine Forschungs- und Innovationspartnerschaft. Sie  besteht aus dreizehn Projektpartnerunternehmen (davon acht aus Südniedersachsen) und der HAWK. Sie wird innerhalb der nächsten Jahre Technologien und Forschung gemeinsam bündeln. Ziel ist es, Laser- und Plasmatechnologie durch transfer- und umsetzungsorientierte Forschung für die Life Sciences, also Wissenschaften rund um biologisches Leben, nutzbar zu machen. Dazu forschen die Verantwortlichen in den Projektgebieten Medizin- und Wirkstofftechnik, Bildgebende Diagnostik, Hygiene und Therapie.

„Insbesondere ‚Plasma for Life‘ gibt uns die Möglichkeit, international den Anschluss zu halten und vielleicht in dem einem oder anderen Gebiet die Weltspitze wieder zu übernehmen – und das ist für eine Fachhochschule eine großartige Chance“, so Projektleiter und Vizepräsident der HAWK Wolfgang Viöl während des Auftakttreffens mit den Partnerfirmen und weiteren Projektbeteiligten an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik in Göttingen.

Während der Kick-Off-Veranstaltung Mitte August stellten sich auch die Partnerfirmen Sartorius, Otto Bock, Gerresheimer, Mahr, Qioptiq, Kappa, Trumpf, Pro4, O+E, NSF Erdmann, IBA, Cinogy sowie LEA Medtech vor und tauschten sich informell und fachlich untereinander aus.

Neben dem Projektbereich soll es auch eine Verknüpfung mit der Lehre des neuen Gesundheitscampus geben, es werde aber auch ein Medizintechnik-Forschungsneubau anvisiert, darunter eine neue Stiftungsprofessur ‚Life Sciences‘ sowie ein Forschungs- und Graduiertenkolleg. Auch sind neue Studiengänge konzipiert worden: Laser- und Plasmatechnik sowie in Kürze Medizin-Ingenieurwesen. „Ziel muss es sein, alle dreizehn Partnerunternehmen mit ihren Bedarfen zufriedenzustellen und auch zu schauen, wie man das regionale Cluster mit weiteren, neuen Partnern sukzessive mit Augenmaß aufbaut.“, so Clustermanager Bernd Schieche.

Im vergangenen Jahr hat die HAWK als einzige niedersächsische Hochschule aus zehn teilnehmenden Fachhochschulen bundesweit beim Wettbewerb ‚Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region‘ gewonnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert damit die HAWK-Forschungs- und Innovationspartnerschaft ‚Plasmatechnologien aus Südniedersachsen –  Impulse für ein gesundes Leben‘ (Plasma for Life) innerhalb der nächsten drei Jahre mit einer Fördersumme von 5,47 Millionen Euro.  Zusätzlich  stellt die Industrie 1,06 Millionen Euro zur Verfügung. Durch den Erfolg bei FH-Impuls und mit dem Start des FH-Impuls-Clusters ‚Plasma for Life‘ erweist sich die HAWK als eine der zehn forschungsstärksten Fachhochschulen in Deutschland. Die HAWK-Forschung ist auf dem Weg, Volkskrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte mit Hilfe von Plasma-Behandlungen signifikant zu lindern.