Pläne nehmen Form an

© Carpus + Partner AG
Text von: redaktion

Ein Preisgericht hat den Entwurf für den Neubau des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung ausgewählt. Sieger des Wettbewerbs ist der Entwurf des Aachener Architekturbüros Carpus + Partner AG.

Das neunköpfige Preisgericht wählte den Siegerentwurf einstimmig aus insgesamt zehn Vorschlägen aus.

Zu den Preisrichtern zählten neben dem Stadtbaurat der Stadt Göttingen international renommierten Architekten wie etwa Jürgen Adam aus München, Klaus Kada aus Graz und Hansjochen Schwieger aus Göttingen sowie angesehene Persönlichkeiten aus dem Bereich der Wissenschaft wie etwa der Göttinger Universitätspräsident Kurt von Figura und Gerhard Schwehm von der europäischen Weltraumagentur ESA.

Diese Vision des Neubaus schafft Räume, die ein besonders angenehmes Arbeitsklima versprechen. Zudem passt sich das geplante Gebäude harmonisch in die bestehende Bebauung des Nordcampus der Universität Göttingen ein.

„Die Urheber des Siegerentwurfs haben genau verstanden, was unser Institut braucht – sowohl in Bezug auf die komplexen technischen Anforderungen, als auch in Bezug auf die Arbeitsatmosphäre“, erklärt Sami Solanki, Geschäftsführender Direktor des MPS, die Entscheidung des Preisgerichts.

Der ausgewählte Entwurf sieht einen zweigeschossigen Sockelbau vor, der einen zentralen und begrünten Innenhof einschließt. Dieser Teil des Gebäudes beherbergt neben der Eingangshalle vor allem die wissenschaftliche und technische Infrastruktur wie etwa Werkstätten, Labore, Reinräume und eine neun Meter hohe Ballonhalle.

An der Westseite erhebt sich darüber ein dreigeschossiger Bürokomplex mit Glasfassade. Dieser ragt mit seiner Südseite über den Sockelbau hinaus, so dass ein Eindruck des Schwebens entsteht. Im Innern des Instituts bestimmen der zentrale Innenhof sowie weitere begrünte Lichthöfe das Bild. Zudem lobte das Preisgericht, dass das Gebäude die Architektur des benachbarten Nordcampus der Universität Göttingen aufgreife.

Die Plätze zwei bis vier des Wettbewerbs belegten die Entwürfe der Architekturbüros Weinbrenner. Single. Arabzadeh. Architektengemeinschaft (Nürtingen), Bogle Flanagan Lawrence Silver Ltd. (London) und Nickl & Partner Architekten AG (München). Alle Entwürfe einschließlich des Siegerentwurfs sind bis Freitag, 10. September, im Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau in einer kleinen Ausstellung zu sehen.

Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung soll 2014 seinen Betrieb am neuen Standort zwischen dem Hans-Adolf-Krebs-Weg und dem Justus-von-Liebig-Weg aufnehmen. Der Baubeginn ist für September 2011 geplant.

Vom neuen Standort erhofft sich das Institut vor allem eine engere Zusammenarbeit mit der Universität und eine bessere Vernetzung mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen des weltweit anerkannten Wissenschaftsstandortes.

Die Grundstücke und Gebäude, die das MPS derzeit in Katlenburg-Lindau nutzt, werden voraussichtlich 2015 frei. Schon jetzt bemühen sich MPS und Max-Planck-Gesellschaft darum, für diese Immobilien geeignete Käufer zu finden.