Piller Symposium

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160 Top-Experten aus dem Rechenzentrumsbereich trafen sich zum 4. Internationalen Symposium im Vorfeld der Cebit.

Vom 3. bis 6. Juni trafen sich 160 der weltweit führenden Entwickler, Errichter und Betreiber von Großrechenzentren aus 27 Ländern in Bad Lauterberg, um im Vorfeld der Cebit die neuesten Trends für Hyperscale Rechenzentren zu diskutieren. Organisiert wurde die hochkarätige Veranstaltung durch die Piller Group, die den Teilnehmern am Rande auch die Möglichkeit bot, einmal hinter die Kulissen der Produktion der rotierenden USV-Anlagen im Werk Osterode zu schauen. Schwerpunkt von Vorführungen im Prüffeld des Unternehmens waren USV-Anlagen der MW-Klasse. Weltweit werden schon über 7.000 derartiger Speicher aus der Piller Gruppe eingesetzt. Vorgeführt wurde unter anderem die Weltneuheit des mit Abstand größten derartigen Energiespeichers, der Powerbridge B60+.

Nachdem in dem letzten Symposium das Thema Energieeffizienz allein im Mittelpunkt stand, rückten dieses Jahr die Themen Modularität, Erweiterbarkeit und vor allem Resilienz mehr in den Vordergrund der Tagung. Gerade vor dem Hintergrund von Industrie 4.0, autonomer Mobilität, E-Health und Verlagerung von immer mehr sicherheitskritischen und lebenswichtigen Anwendungen in die Cloud Systeme kommt der Verfügbarkeit der für diese Datenverarbeitung benötigten Rechenzentren immer größere Bedeutung zu.

Zu Beginn verdeutlichte Andrew Dyke, Geschäftsführer Global Business der Piller Gruppe, mit welcher ungeheuren Geschwindigkeit die Datenmengen und die dafür benötigten Rechenzentren in den letzten Jahren gewachsen sind. Waren vor sieben Jahren noch Leistungen von drei bis zehn MW charakteristisch für große Rechenzentren, sind heute 30-80 MW fast Standard und es entstehen weltweit Rechenzentren auch in der Größe von 300-400 MW Stromverbrauch.

Jeff van Zetten, CTO von NextDC, einem der größten Co-Location Rechenzentrumsbetreiber in Australien, stellte die gesellschaftliche Herausforderung der Branche in den Vordergrund, und den Anspruch, höchste Verfügbarkeit bei geringstem Energieverbrauch und geringen Kosten bereitzustellen.

Garry Brown von DPR, einer der größten Rechenzentrumbetreiber in den USA, erläuterte, wie man für die Hanabank in Korea das weltweit erste Rechenzentrum in Kombination von Diesel-USV Anlagen,  Li-Ionen Batterien und IP-Bus realisieren konnte, und auch hier so die hohe Systemverfügbarkeit bei reduzierter Anzahl von Anlagen erreichen konnte.

Armin Höfner, Technik Chef von Telehouse Deutschland, erläuterte, wie durch den Einsatz von direkter Kühlung mit Außenluft der USV-Anlagen und Infrastruktur in Kombination mit adiabatischer Kühlung der Serverräume, in Verbindung mit IP-Bus und kinetischen Energiespeichern ein hocheffizientes Rechenzentrum in Frankfurt realisiert werden konnte.

In einer Podiumsdiskussion, geleitet von Scott Davis (früherer CEO von DuPont Fabros, einem der größten Co-Location Rechenzentrumsbetreiber in den USA mit über 300 MW RZ Flächen), wurde deutlich, dass sich die Branche der Herausforderung stellt, zuverlässige, kostengünstige und energieeffiziente Infrastruktur für die Rechenzentren bereitzustellen, da nur dann Industrie 4.0, Augmented Reality und Internet of Things Realität werden kann.

Detlev Seidel, Geschäftsführer Operations der Piller Group, zog ein uneingeschränkt positives Fazit der Veranstaltung: „Wir sind stolz, alle 4 Jahre und jetzt bereits zum vierten Mal diese hochkarätigen Vertreter der Branche für einen besonderen Gedankenaustausch untereinander gewinnen zu können und die Kommunikationsplattform hierfür bereitzustellen. Es zeigt sich, dass hierdurch neue ganzheitliche Lösungsansätze für die Realisierung energieeffizienter Rechenzentren entstehen.“