PFH-Studie zu Arbeitswelten 2020

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Text von: redaktion

Etwa 2.400 Jugendliche hat die Private Fachhochschule Göttingen (PFH) zu ihren Erwartungen und Vorstellungen an ihr zukünftiges Berufsleben befragt. Dabei zeigte sich, dass der Nachwuchs ein Gespür für die Herausforderungen hat, die an ihn gestellt werden und eine hohe Leistungsbereitschaft aufweist.

Für ihre Studie hatte die PFH 2.400 der circa 7.000 Besucher der Dialogausstellung befragt, die Teil ihres Projektes „IdeenCampus“ war. Mit den Ergebnissen möchte die Hochschule Unternehmen eine verlässliche Informationsunterstützung anbieten. Denn die Jahrgänge der zwischen 1980 und 2000 geborenen jungen Menschen stehen bereits jetzt im Fokus des Unternehmensmanagements und dabei besonders der Personal- und Recruitment-Abteilungen.

Herausgekommen bei der Studie ist, dass die Jugendliche ihre Zukunft im Jahr 2020, aufgrund der Globalisierung und den damit verbundenen Themen Bürokratie- und Subventionsabbau, Übernahme sozialer Verantwortung durch Manager sowie die Verringerung sozialer Ungleichgewichte, eher pessimistisch sehen.

Gleichzeitig charakterisiert sie eine hohe Anspruchshaltung und Leistungsorientierung in Bezug auf ihr künftiges Berufsleben. So strebt ein Großteil nach Führungsverantwortung im Beruf mit einer entsprechenden Entlohnung. Außerdem erhoffen sich die Jugendlichen eine internationale Ausrichtung in ihrem Beruf, den täglichen Umgang mit mehreren Fremdsprachen oder weltweite Arbeiteinsätze. Knapp die Hälfte der befragten Schülerinnen und Schüler würde für den idealen Beruf im Jahr 2020 auf Familie verzichten. Gering ausgeprägt war zudem der Wunsch nach „sehr viel Freizeit“.

Dies sind nur einige Ergebnisse der bundesweiten, empirischen Studie „Arbeitswelten 2020“ der PFH. Sie sollte ergründen, was junge Menschen vom Arbeitsleben der Zukunft erwarten und fordern. Die wissenschaftliche Leitung dabei hatten Bernt R. A. Sierke, Präsident, und Frank Albe, Vizepräsident der PFH. Insgesamt vertritt die kommende Generation von Arbeitnehmern einen völlig neuen Arbeitsstil. Kennzeichnend für sie sind beispielsweise eine ausgeprägte Medien- und Internetaffinität. Zudem sind sie hervorragend ausgebildet, talentiert und multitaskingfähig.

Entsprechend anspruchsvoll gestalten sich ihre Ansprüche gegenüber potenziellen Arbeitgebern. Diese sind in Deutschland jedoch in der Regel schlecht auf diese Herausforderung vorbereitet. Neue technische Hilfsmittel oder auch eine Kultur der Zusammenarbeit bieten die wenigsten Unternehmen. Angebote wie flexible Arbeitsumgebungen oder Home-Office finden sich noch relativ selten.