Passende Kombination

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: Sebastian König, redaktion

Beate Quentin unterwegs im neuen Mercedes SLK

Skeptisch schaut Beate Quentin gen Himmel: Es regnet, und die Gewitterwolken türmen sich kilometerhoch auf, denkbar schlechte Voraussetzungen für eine Testfahrt mit einem Cabrio.

In einer Regenpause nimmt sie trotzdem im Mercedes SLK 200 Platz.

Der Innenraum gefällt auf Anhieb.“Die Schalensitze sind äußerst bequem und passen sich dem Rücken sehr gut an“, sagt Quentin. Das Innendesign überzeugt vor allem im Detail. So setzen dezente rote Nähte farbige Akzente im von schwarzem Leder und Elementen in Metalloptik dominierten Innenraum.

Das Cockpit mit diversen Anzeigen, Knöpfen und Tasten fügt sich nahtlos in das Gesamtbild ein. „Trotz vieler Funktionen sind die Armaturen sehr übersichtlich“, stellt Quentin fest. Für den SLK bietet Mercedes seit einigen Wochen ein neues Navigationssystem an. Das portable Herzstück befindet sich im Handschuhfach. Auf der integrierten Festplatte lässt sich unter anderem auch Musik speilebenchern. Quentin selbst nutzt vor allem die Lenkradfernbedienung für das Mobiltelefon.

Als Verantwortliche in einem Transportunternehmen muss sie immer erreichbar sein.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Sebastian und dessen Vater Karl Quentin führt sie die Quentin Transporte und Baustoffe GmbH. Mit 45 LKW transportiert das Unternehmen innerhalb Deutschlands nahezu alle Güter.

Gegründet wurde es 1926 in Reinhausen. Von dort zog das Unternehmen vor 13 Jahren aus Platzmangel nach Groß Schneen um.

Hier startet auch die Testfahrt in Richtung Witzenhausen. Auf den kurvigen Landstraßen prüft Quentin zunächst das Kurvenverhalten. Das Ergebnis: Der Wagen liegt auch in scharfen Kurven sicher auf der Straße. Das Fahrwerk ist hervorragend abgestimmt.

Es macht Spaß

„Es macht einfach Spaß“, sagt Quentin. Dabei fühlt sie sich jederzeit als Frau der Lage. Dazu tragen auch die Daumenmulden am Lenkrad bei, die für einen festen Griff sorgen. So erreicht der Testwagen sicher das angepeilte Schloss Berlepsch. Hier steht der Fototermin auf dem Programm.

Nachdem das Cabrio in Position gebracht ist, heißt es erst einmal warten – und zwar auf das sprichwörtlich „bessere Wetter“. So bleibt Zeit, um die Außenansicht näher zu begutachten. „Der Wagen hat fast ein Gesicht“, stellt die Testerin fest und lobt besonders das Design der Scheinwerfer. Die Front wirkt nicht zu wuchtig, zeigt aber trotzdem deutliche Roadster-Akzente. Diese werden durch das Heck noch verstärkt. Es ist leicht erhöht, um dem faltbaren Hardtop Platz zu bieten.

Da sich Petrus gnädig zeigt und nach wenigen Minuten die Sonne scheinen lässt, kann die Funktion des Cabriodaches sofort getestet werden. Nach einem Zug am Hebel verschwindet es vollautomatisch und in wenigen Sekunden im Kofferraum.

Nachdem das Bild im Kasten ist, kann die Testfahrt fortgesetzt werden – jetzt „oben ohne“. Beate Quentin ist sichtlich begeistert: „So lässt sich die Natur optimal genießen.“ Da die Temperaturen über 20 Grad liegen, wird der zur Sonderausstattung zählende „Airscarf“ nur kurz getestet. Dieser legt Fahrer und Beifahrer über Luftschlitze unterhalb der Kopfstützen einen warmen Luftzug auf Hals und Schultern. So lässt sich das Cabriogefühl selbst bei niedrigen Temperaturen genießen.

Der Test, inwieweit der „Airscarf“ auch bei rasanten Autobahnfahrten hilft, muss entfallen. Dunkle Wolken kündigen neuen Regen an und zwingen dazu, das Dach wieder zu schließen.

Auf der Autobahn zeigt sich der SLK von seiner sportlichen Seite. Selbst mit der kleinsten Maschine an Bord kommt der Mercedes schnell auf Touren. „Die 184 PS reichen vollkommen aus“, bestätigt Quentin.

Besonders angetan ist sie von den Assistenz-Systemen, die Mercedes teils serienmäßig und teils optional anbietet. „Die Erinnerung an eine rechtzeitige Pause finde ich sehr wichtig“, sagt sie. Auch der Abstandsregeltempomat sei eine gute Ergänzung.

Alle Systeme erhöhen die Sicherheit, die beim SLK durch Überrollbügel, die steife A-Säule und spezielle Kopfstützen auch beim offenen Fahren nicht zu kurz kommt. „Sicherheit ist mir besonders wichtig, da ich häufig meine zwei Kinder an Bord habe“, erklärt sie.

Da der Platz im SLK begrenzt ist, käme der Zweisitzer als Ersatz für die momentan genutzte M-Klasse daher nicht in Frage. Als Zweitwagen könnte sie sich das Cabrio aber ohne weiteres vorstellen. „Ich fühle mich darin einfach wohl“, sagt sie.

Zum Abschluss verweist sie auf ihren 10. Hochzeitstag und fügt lachend hinzu: „Vielleicht sollte ich meinem Mann einen kleinen Wink geben.“ Passen würde die Kombination von Beate Quentin und dem Mercedes SLK in jedem Fall.