©Marco Bühl
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Text von: Marisa Müller

Flechtboden, Fischgräte, Würfel oder altdeutscher Verband – Parkettlegen will gelernt sein.

Interesse, Leidenschaft, Liebe zum Holz – das braucht es, um das Handwerk des Parkett­legers von der Pike auf erlernen zu können. Die Auszubildenden Jean-Pierre Senge und Sergej Kosenko lernen bei der Firma Parkettum Römmich in Göttingen alles über Holz und seine Verarbeitung. Der 23-jährige Jean-Pierre hat sich für ein klassisches Handwerk entschieden, weil am Ende des Tages ein Fortschritt zu erkennen ist. „Mit den Händen etwas zu schaffen, gibt ein gutes Gefühl.“

Glück für die Firma, denn die Gewerke leiden chronisch an Nachwuchs. Mehr als 30 Prozent aller Azubis arbeiten derzeit im Handwerk. Aber die meisten Betriebe haben es schwer. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit auf eine kontinuierliche Beschäftigung als fertiger Parkettleger nicht nur Zukunftsmusik. Geschäftsführer Artur Römmich setzt auf seine ,Eigengewächse‘. Wer sich gut anstellt, darf nach der Ausbildung bleiben. „Handwerkliches Geschick und Eigenständigkeit sind entscheidend“, erklärt Sergej die Voraussetzungen für den Beruf des Parkettlegers. Außerdem sei es wichtig, im Team klarzukommen.

Die Jungs sind immer zu zweit auf der Baustelle. Eine Wohnung, zwei Tage, dann sieht alles aus wie neu. Terrassenbau und Unterkonstruktionen hingegen seien sehr anspruchsvoll. „Herausforderungen machen aber besonders viel Spaß“, sagt Jean-Pierre. Mit ,Hummel‘ und ,Quattro‘ machen sie sich ans körperlich anstrengende Tagewerk. Immer auf Achse, neue Orte, andere Menschen, andere Aufträge. „Man muss eben Bock haben, sonst bringt es nichts“, da sind sich die beiden einig.