Paralympische Spiele 2012

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Text von: redaktion

Otto Bock HealthCare, der offizielle Technische Service Partner für Prothetik, Orthetik und Rollstühle bei den Paralympischen Spielen 2012, hat in den ersten fünf Tagen der Wettkämpfe 1.761 Reparaturen durchgeführt.

80 Techniker von Ottobock waren hinter den Kulissen in einer 600 m² großen Werkstatt im Paralympischen Dorf und neun weiteren Werkstätten direkt an den Austragungsorten der neun Wettkampfstätten, u.a. in Eton Dorney und Weymouth, für Reparaturen zuständig – vom Instandsetzen von Prothesenbeinen bis hin zum Austausch von Rollstuhlreifen.

Seit der Eröffnung der Werkstätten am 22. August führte das technische Serviceteam Reparaturen an 1.413 Rollstühlen, 247 Prothesen und 101 Orthesen durch.

In Weymouth und Eton Dorney, wo die Segel- und Ruderwettkämpfe stattfinden, erhielten die Athleten bei einer ganzen Reihe von Reparaturen Support vom technischen Serviceteam, darunter Reifenpannen, Schaftjustierungen bei Beinprothesen und die Montage von neuen Radlagern.

Beim technischen Support stellte das Team von Ottobock seine Fachkenntnis unter Beweis.

In Eton Dorney entwarf und konstruierte das Team einen Schutz für den Stumpf eines Ruderers, der durch Reibung am Boot die Leistung beeinträchtigte.

Ein Segler, der Schwierigkeiten mit seiner Beinprothese hatte und deswegen beinahe nicht hätte antreten können, erfuhr in Weymouth Unterstützung durch das Team. „Ein Großteil der Ausrüstung, die wir repariert haben, gehört Athleten, die viel Zeit am Wasser verbringen“, erklärte Emily Harrison vom technischen Serviceteam von Ottobock bei den Paralympischen Spielen 2012.

„Die feuchten Bedingungen beim Rudern führen dazu, dass wir die dort eingesetzten Prothesen und Rollstühle regelmäßig warten müssen, z. B. die Radlager ersetzen und Reifenpannen beheben. Als Ansprechpartner für den technischen Service während der Spiele geht unsere Aufgabe über reine Reparaturen an Rollstühlen, Prothesen und Orthesen hinaus. Wir haben zum Beispiel eine Vorrichtung für einen beidseitig amputierten Ruderer gebaut, damit er beim Rudern keine Schürfwunden bekommt.“

Geoffrey Harding, der zum technischen Serviceteam von Ottobock in Weymouth gehörte, sagte: „Die Arbeit bei den Seglern ist ganz anders als die in der Hauptwerkstatt, weil die meisten Athleten ihre Ausrüstung im Boot nicht benutzen. Deshalb haben wir es hier mit einer Menge Alltagsausrüstung zu tun, wie Rollstuhlreifen und Lenkräder. Auch Reparaturen an Prothesen waren sehr gefragt. Ein Athlet hatte eine ganz neue Beinprothese, die sich ständig gelöst hat. Er hätte beinahe nicht antreten können. Wir haben nun eine Lösung gefunden und werden ihm während der gesamten Wettkämpfe weiterhin zur Seite stehen.“

Unterstützung für Alle

Mit einem Team aus 80 erfahrenen Orthopädie- und Rollstuhltechnikern, zu dem auch zwölf Schweißer gehören, unterstützt Ottobock sämtliche der 4.200 teilnehmenden Athleten.

Die Techniker kommen aus 18 Ländern und sprechen zusammen mehr als 20 Sprachen. Wie die Mechaniker beim Boxenstopp im Motorsport sind die Mitarbeiter des technischen Serviceteams von Ottobock direkt am Austragungsort für Reparatur und Wartung der bei den Wettkämpfen beschädigten Ausrüstung von den Paralympioniken verantwortlich.

Ottobock leistet seit den Spielen 1988 in Seoul als Partner der Paralympischen Spiele den technischen Service und hat seitdem während der paralympischen Wettkämpfe etwa 10.000 Reparaturen für die Athleten durchgeführt.

Der Rekord für die meisten Reparaturen wurde bei den Paralympischen Spielen 2008 in Peking aufgestellt, wo die Techniker mehr als 10.000 Stunden gearbeitet und 2.188 Reparaturen durchgeführt haben.