Otto Bock wächst 2006 kräftig weiter

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Text von: redaktion

Die Firmengruppe Otto Bock zieht nach dem ersten Halbjahr 2006 eine erfolgreiche Zwischenbilanz und lag am 30. Juni im Umsatz 7,3 Prozent über ihrem Vorjahresergebnis.

Die Firmengruppe Otto Bock zieht nach dem ersten Halbjahr 2006 eine erfolgreiche Zwischenbilanz und lag am 30. Juni im Umsatz 7,3 Prozent über ihrem Vorjahresergebnis. „Wir dürfen fest davon ausgehen, unsere für 2006 gesetzten Wachstums-Ziele an Umsatz und Ertrag zu erreichen“, sagte der Geschäftsführende Gesellschafter der Gruppe, Prof. Hans Georg Näder.

Das Medtech-Unternehmen Otto Bock HealthCare hat im Mai auf der Internationalen Fachmesse Orthopädie- und Reha-Technik in Leipzig seine Technologieführerschaft durch zahlreiche Innovationen untermauert. Dazu gehören Hightech-Produkte der Prothetik wie das neue C-Leg®, aber auch das ActiGait® als erstes Neuroimplantat von Otto Bock, dessen Marktzulassung für Europa kurz bevor steht. „In der Neuro- und Funktionellen Elektrostimulation erkennen wir herausragende Wachstums-Chancen“, betont Prof. Hans Georg Näder. Weltweit spreche die demographische Entwicklung in entwickelten wie in sich entwickelnden Märkten für einen dauerhaft steigenden Bedarf an Produkten, die zum Beispiel nach schlaganfallbedingten Lähmungserscheinungen die sichere Gehfähigkeit der betroffenen Menschen wieder herstellen.

Im ersten Halbjahr ist der Umsatz der Otto Bock HealthCare gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 209 auf 222 Millionen Euro (6,2 Prozent) gestiegen. Die höchsten Zuwachsraten erreichten osteuropäische Länder, in denen sich Otto Bock für den Aufbau neuer Märkte mit teilweise hohem Nachholbedarf in der medizintechnischen Versorgung bereits stark positioniert hat. 2005/2006 hat Otto Bock am Standort der Rollstuhl-Produktion in Königsee/Thüringen 7,2 Millionen Euro in den Ausbau der Montageflächen, ein vollautomatisiertes Logistikzentrum und Seminarräume für die interne und externe Mitarbeiter-Qualifizierung investiert. Gleichzeitig begannen in der Unternehmenszentrale in Duderstadt/Südniedersachsen umfangreiche Modernisierungen. Sie dienen der weiteren Prozessoptimierung im Zusammenspiel zwischen der Forschung und Entwicklung, dem Produktmanagement sowie der Fertigung und umfassen insgesamt 4,5 Millionen Euro.

„Die Um- und Ausbauten an den Gebäuden dienen der Optimierung interner Strukturen und Abläufe, um in Duderstadt für unser weiteres globales Wachstum perfekt aufgestellt zu sein“, erklärt Prof. Hans Georg Näder. Otto Bock ist mit eigenen Tochtergesellschaften in 36 Ländern der Erde präsent. Die Erhöhung der Wochenarbeitszeit an den deutschen Standorten auf 42 Stunden im April 2006 ist eine Anpassung auf die verschärften Bedingungen im globalen Wettbewerb und trägt wie die Investitionen in Königsee und Duderstadt zur langfristigen Sicherung der dortigen Arbeitsplätze bei. Weltweit beschäftigt die Otto Bock HealthCare fast 3.600 Menschen. Während sich der IT-Dienstleister Sycor GmbH unverändert positiv entwickelt, hat die Otto Bock Kunststoff im ersten Halbjahr besonders deutlich zugelegt. Der Umsatz, der den Vorjahreszeitraum um 14,7 Prozent übertrifft, betrug bis zum 30. Juni 43,6 Millionen Euro. Trotz des nach wie vor starken Drucks durch steigende Rohstoffpreise sind insbesondere in Asien und dort speziell in China hohe Zuwächse erzielt worden.

Als Joint Venture mit einem Schweizer Hersteller von PUR Schaumstoffen baut Otto Bock derzeit in der Nähe von Shanghai mit einem Investitionsvolumen von über 15 Millionen Euro die weltweit modernste Produktionsanlage für Spezialschaumstoffe. Besondere Bedeutung hat für die Otto Bock Kunststoff die Kfz.-Zulieferindustrie. 90 Prozent aller Automobilhersteller weltweit setzen Materialien von Otto Bock in ihren Produktionen ein. Erklärtes Ziel der Firmengruppe ist es, 2010 einen Umsatz von 800 Millionen Euro zu erreichen. Dabei sind weltweit circa 1.500 neue Arbeitsplätze geplant.