Otto Bock Kunststoff erschließt nordamerikanischen Markt

Text von: redaktion

Otto Bock Kunststoff investiert in den USA und eröffnet die neue Produktionsstätte für technische Schaumteile in Rochester Hills (Detroit, Michigan). Die neue Niederlassung beschäftigt 18 Mitarbeiter. Für die nächsten fünf Jahre ist die Schaffung weiterer 100 Arbeitsplätze vorgesehen.

Die Otto Bock Kunststoff hat im Beisein von Professor Hans Georg Näder, Geschäftsführender Gesellschafter der Otto Bock Firmengruppe, am 12. Oktober ihre neue Produktionsstätte in Rochester Hills (Detroit, Michigan) eröffnet. Einen Schwerpunkt bildet die Herstellung von Schaumsystemen, die zur akustischen Dämmung und thermischen Isolierung von Motoren beitragen.Gefördert wird das Projekt vom Staat Michigan und der Gemeinde Rochester Hills.

Die Schaumsysteme von Otto Bock ermöglichen die Absorption und Dämpfung von Geräuschen und Vibrationen. Durch den Einsatz von Direkteinspritzung und Turboladern bei der Entwicklung effizienterer und verbrauchsärmerer Automobilmotoren entstehen immer höhere Drücke im Motorraum. Diese haben einen deutlichen Anstieg des Geräuschpegels zur Folge. Für den europäischen Markt bietet die Otto Bock Kunststoff bereits Schaumsysteme zur Herstellung von Integralschaum- Formteilen. Zu den Abnehmern zählen Automobilhersteller wie BMW, Daimler, Ford, Land Rover und Jaguar. Neben der Produktion von Schaumsystemen steht erstmals auch die Weiterverarbeitung zu Formteilen im Fokus.

Der Standort Rochester Hills nahe Detroit ist mit Bedacht gewählt. Die Metropolregion Detroit ist Heimat der „Big Three“: General Motors, Chrysler und Ford Motor Company. Der deutsche Volkswagen Konzern ist ebenfalls in einem Vorort mit einer Niederlassung vertreten. „Der Zeitpunkt für eine Investition in diesen Markt ist günstig. Marktanalysen der amerikanischen Automobilindustrie lassen für die kommenden Jahre ein enormes Wachstum erwarten“,fasst Jürgen Henze, Geschäftsführer der Otto Bock Kunststoff Holding GmbH, zusammen. Amerikanische Autobauer würden zurzeit ca. 70 Prozent ihrer Flotten erneuern.