Otto Bock half bei Leichtathletik-WM Sportlern aus 48 Ländern

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Text von: redaktion

248 Reparaturen an Rollstühlen, Sportgeräten und Prothesen. Den Service nutzten Sportler aus 48 Ländern. So lautet die Bilanz der Techniker der Otto Bock Health Care bei der Leichtathletik-WM in Assen.

Deutschland hat bei der Leichtathletik-WM in Assen (Niederlande) 32 Medaillen gewonnen und gleichzeitig durch orthopädie-technische Service-Qualität überzeugt. In der Werkstatt der Otto Bock HealthCare war bei 248 Reparaturen an Rollstühlen, Sportgeräten und Prothesen Erfahrung gefragt – und manchmal auch außergewöhnlich hohes Tempo, damit die Athleten noch rechtzeitig an den Start gehen konnten.

„Wir sind seit 1988 bei allen paralympischen Spielen mit unserem Service dabei“, sagt Werkstatt-Leiter Gunter Schumann. „Und jedes Mal gibt es wieder neue Herausforderungen, die eigentlich fast nicht zu lösen sind. Aber genau darauf sind wir zum Glück spezialisiert.“ So mussten die Techniker innerhalb von zehn Minuten den Rollstuhl des Mexikaners Aaron Gordian flicken. Nach der Reparatur in Rekordzeit konnte Aaron Gordian am Wettkampf teilnehmen. Mehr als das: Er gewann in dem 1500-Meter-Rennen Silber.

Bei den Technikern weckt das Erinnerungen. Vor zwei Jahren bei den Paralympics in Athen brachen im Abschlusstraining die Spezial-Orthesen von Deutschlands Radsport-As Michael Teuber. In einer spontan eingelegten Nachtschicht stellten die Experten neue her, die sich den extremen Belastungen im Radrennen gewachsen zeigten. Wenige Stunden vor dem Start waren sie fertig, und Teuber gewann damit seine zweite Goldmedaille.

Den Service des Medizintechnik-Unternehmens Otto Bock haben in Assen Sportler aus 48 Nationen genutzt. Grundlage ist das internationale Sportförderungskonzept des Global Player, der in 36 Ländern der Erde eigene Tochtergesellschaften hat. Seit November 2005 ist Otto Bock Vertragspartner des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). Die Zusammenarbeit mindestens bis zu den Paralympics 2008 in Peking ist besiegelt. Im Mai 2006 richtete Otto Bock für das IPC die ParalymicChallenge in Duderstadt aus, bei dem auch viele der Medaillengewinner von Assen antraten.

In Assen wurde China zur erfolgreichsten Nation. Die Chinesen gewannen 22 mal Gold, 12 mal Silber und 21 mal Bronze. Es folgten nach der Zahl der Medaillen USA und Deutschland (jeweils 32). In der Wertung nach Goldmedaillen liegt Deutschland auf Platz 6, mit 8 mal Gold, 11 mal Silber und 13 mal Bronze hinter China (22/12/21), USA (16/12/4), Australien (15/6/10), Ukraine (9/10/12) und Großbritannien (9/9/8).