Otto Bock entwickelt hochwertiges Pflaster

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Text von: redaktion

Mitarbeiter der Forschungslabore der Otto Bock Kunststoff Holding haben ein neues Verfahren zur Produktion transdermaler Pflaster entwickelt. Wie Laboruntersuchungen und klinische Tests der PUR-Transdermal-Pflaster zeigen, haften sie sehr gut und sind hautfreundlich und allergieneutral.

Bekannt geworden sind transdermale Pflaster in der Öffentlichkeit durch die breite Bewerbung der Raucherentwöhnung durch Nikotinpräparate. Der Einsatz transdermaler Pflaster geht nach Herstellerangaben aber weit darüber hinaus: Schmerztherapie, Reisekrankheit, koronare Herzkrankheit bis zur Hormonersatz-Therapie. Der Nachteil der Pflaster sind bei Patienten oft auftretende Hautreizungen oder gar Allergien und vielfach eine mangelnde Haftfähigkeit der Pflaster auf der Haut.

Die Forschung bei Otto Bock hat nun einen Durchbruch erzielt: Ein neuartiger Kleber und der strikte Verzicht auf Lösungsmittel führen zu Pflastern ohne Nebenwirkungen auf der Haut. Die Technologie wurde in Duderstadt an einer Pilotanlage erprobt, deren Kapazität mit 20.000 PUR-Pflastern pro Tag konzipiert ist. Untersuchungen mit dem Schmerzmittel Skulpolamin und dem Hormon Testosteron bestätigten sowohl die gute Klebefähigkeit der Pflaster als auch den Hautdurchgang des Wirkstoffs.

„Wir sehen unterschiedliche Wege, das patentierte Verfahren weiter zu entwickeln. Diese reichen von der Partnerschaft mit einem Pharmaunternehmen bis zu einer Lizensierung des Produktionsverfahrens. Erste Gespräche sind vielversprechend, aber wir sind noch offen für weitere Optionen“, sagt Dr. Peter Gansen, Geschäftsführer und Leiter Forschung und Entwicklung bei Otto Bock Kunststoff.