Osterode setzt auf regenerative Energie

Text von: redaktion

Ab Juni 2011 wird die Stadt Osterode voraussichtlich ihren Stromverbrauch vollständig auf Strom aus regenerativen Energien umstellen. Der Verwaltungsausschuss hat einem entsprechenden Antrag zugestimmt.

Verwaltungsgebäude, die Straßenbeleuchtung, Schulen und Kindergärten werden ebenso „grünen“ Strom beziehen wie die Bücherei und andere kommunale Einrichtungen.

Auch die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Osterode GmbH mit ihren Einrichtungen, dem Freizeitbad ALOHA und der Stadthalle, stellen ihren Verbrauch auf Ökostrom.

Ratsherr Raymond Rordorf (Bündnis 90/Die Grünen) hatte in der Bauausschusssitzung am 17. Februar einen entsprechenden Antrag gestellt, dem der Verwaltungsausschuss am 13. April zugestimmt hat.

Die Entscheidung für Ökostrom sei nicht unter dem Eindruck der Ereignisse um das Kernkraftwerk Fukushima getroffen worden. Sie sei vielmehr der nächste konsequente Schritt zu einer umweltfreundlichen Stadt, betont Bürgermeister Klaus Becker.

Die Mehrkosten für den städtischen Haushalt werden auf etwa 16.000 Euro beziffert. „Das ist bei unserer Haushaltslage viel Geld. Wir sind aber unseren Kindern und Enkeln gegenüber in der Verantwortung. Nur auf Andere zeigen hilft nicht weiter“, erläutert Becker die Entscheidung.

„Qualitätsbewusstes Handeln gehört zu unserem Leitbild. Ich hoffe, dass die Stadt als Vorreiter andere Kommunen anregt, auch den Schritt hin zur Nutzung von Wind, Sonne und Wasser zu machen“, so Becker weiter.

Seit Jahren setzt Osterode am Harz auf umweltfreundliche Technologien.

So stellt die Stadt, wo dies sinnvoll ist, Heizanlagen auf klimaneutrale Holzpelletheizungen um. Dachflächen werden zur Montage von Photovoltaikanlagen genutzt und Blockheizkraftwerke zur Energieerzeugung verwendet.

Die Stadt bezieht vom regionalen Versorger, der Harz-Energie, TÜV-zertifizierten Naturstrom. Er stammt überwiegend aus deutscher und österreichischer Wasserkraft.