OP-Saal der Zukunft eröffnet

© Evang. Krankenhaus Göttingen-Weende
Text von: redaktion

Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende investierte in einen neuen Operationssaal für minimal-invasive Chirurgie und sorgt damit für eine verbesserte Auslastung der OP-Kapazitäten sowie die Verminderung von Stressfaktoren für Operateure.

Im letzten Jahr begann das EKW aus Eigenmitteln, seinen Zentral-OP zu sanieren. Als letzte OP-Einheit wurde nun der sogenannte „OR1-Saal“ mit neuester Computertechnik und medizinischem Gerät ausgestattet.

Aufgrund der weiter steigenden Bedeutung minimal-invasiver Eingriffe in nahezu allen operativen Disziplinen entspricht der neue OP dieser Anforderung und einem speziell abgestimmten Operationsraumkonzept.

Mit der Gestaltung von Systemarbeitsplätzen werden einzelne Aufgaben harmonisiert und somit die Stressfaktoren für Operateure und medizinisches Personal vermindert.

„Der verringerte Abstimmungsaufwand erlaubt es, mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung zu verwenden und bildet die Grundlage einer konstant hohen Qualität der ärztlichen Leistungen“, sagt Friedemann Horst, Leitender Oberarzt der Abteilung Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimal-invasive Chirurgie.

Chefarzt Claus Langer ergänzt: „Vordefinierbare individuelle Geräteeinstellungen verbessern zudem die Auslastung der OP-Kapazitäten und sorgen für eine sichere Einhaltung der Einbestellungszeiten von Patienten.“

Die zentrale Vernetzung ermöglicht einen effizienten Weg der Gerätekommunikation und erlaubt die vollständige Kontrolle des kompletten endoskopischen OP aus dem sterilen Bereich. Die abgestimmte Bedienung beschleunigt die Arbeitsabläufe und verringert das Risiko möglicher Fehlbedienungen.

Eine Anbindung an das Krankenhausinformations- und Radiologiesystem optimiert den schnellen Zugriff auf Patienten- und Bilddaten. Zusätzlich können Telemedizinanwendungen direkt vom Operationsfeld aus bedient werden.

Die Ausschöpfung des vollen Potentials neuer Technologien, auch für zukünftige Entwicklungen in der Medizin, garantiert der Operationssaal durch eine offene Systemarchitektur. Die Integration zusätzlicher Geräte anderer Hersteller wird durch Schnittstellenstandards ermöglicht.

Eingebettet ist diese Investition in eine große Um- und Neubauaktivität, die eine Erweiterung des Zentral-OP um zwei weitere Säle, die Sanierung von zwei Bettenstationen und Herrichtung eines internistischen Funktionstraktes umfasste.

Gefördert und finanziert wurde dies durch das Niedersächsische Sozialministerium.