„Ohne Logistik ist alles nichts“

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: redaktion

Mit Sartorius und Zufall investieren zwei lokale Akteure in den Ausbau von Göttingen als Logistikstandort.

Sartorius ist in den letzten Jahren zweistellig gewachsen und hat sich auch für die nächsten Jahre ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt.

Da muss die Logistik Schritt halten“, begründet Volker Niebel, Mitglied im Sartorius Group Executive Committee, die Entscheidung für den Neubau eines hochmodernen Logistik-Centers im Göttinger Logistikpark Siekanger.

Mit den Anfang September begonnenen Bauarbeiten an dem etwa zehn Millionen Euro kostenden Projekt setzen der Technologiekonzern Sartorius und der Logistikdienstleister Zufall logistics group ihre rund zehnjährige erfolgreiche Zusammenarbeit fort.

Betreiberin des Logistik Centers wird die Distribo GmbH sein, ein Joint- Venture der beiden Göttinger Unternehmen. Distribo führt bereits seit 2003 sämtliche Logistikaktivitäten von Sartorius am Standort Göttingen durch.

Bauherrin des Logistik- Centers ist die Zufall logistics group, die etwa mit einem Jahr Bauzeit kalkuliert. Nach der Fertigstellung stehen Sartorius rund 15.000 Quadratmeter Logistikfläche zur Verfügung.

Etwa 60 Beschäftigte werden über 300.000 Lieferschein-Positionen pro Jahr bearbeiten.

Technisches Highlight wird das vollautomatische Kleinteilelager sein. Neben der modernen Technik stellt für die Beteiligten vor allem die Lage der neuen Halle einen entscheidenden Vorteil dar.

„Für den Logistikpark Siekanger spricht neben der Nähe zur Sartorius-Produktion auch die gute verkehrstechnische Anbindung“, sagt Jürgen Wolpert, Geschäftsführer der Zufall logistics group.

Eine Auffassung, die auch Ursula Haufe, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG), teilt. Sie sieht das neue, von der GWG erschlossene Baugebiet auf dem Siekanger als logische Weiterentwicklung des GVZ I (Güterverkehrszentrum).

„Es gilt das Schlagwort: Logistik ist nicht alles, aber ohne Logistik ist alles nichts“, so Haufe. Im Vertragspartner Zufall sieht sie einen wichtigen Kompetenzträger beim weiteren Ausbau intelligenter Verknüpfung von Logistikdienstleistungen in der Region. Der Siekanger biete zudem sowohl anderen Unternehmen als auch dem Logistic-Center Flächen für weitere Projekte dieser Art.

„Die GWG hat sich damit eine der letzten großen Flächen im Stadtgebiet gesichert, die für diese Zwecke nutzbar sind“, fährt Haufe fort.

Einen mittel- oder langfristigen Ausbau des gerade begonnenen Joint-Venture- Projektes stellt Sartorius bereits jetzt in Aussicht. So bestünden Erweiterungsmöglichkeiten, und man habe sich mit dieser zukunftsorientierten Entscheidung sowie der Beauftragung regionaler Bauunternehmen zu dem Standort Göttingen bekannt, so Petra Kirchhoff.

Die Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Sartorius stellt aber zugleich klar, dass der 30-prozentige Ausbau der Lagerkapazitäten für die nächsten Jahre ausreichen sollte.

Wichtig sei es, mit Distribo einen verlässlichen Partner zu haben, der in dem empfindlichen Bereich der Pharmaprodukte erstklassige Logistikdienstleistungen durchführe.

„Als Pharmaund Laborzulieferer arbeiten wir in besonders sensiblen Branchen mit sehr hohen Anforderungen an die Liefersicherheit und -qualität. Eine leistungsfähige Logistik ist da ein Rückgrat für unseren Markterfolg“, bekräftigt Niebel und blickt der Fertigstellung des Projektes, mit dem man Maßstäbe setze, erwartungsvoll entgegen.