Ohne Ärger im Gepäck verreisen

Text von: redaktion

Urlaubszeit ist zeitgleich Hauptreisezeit für internationale Reisen. Damit die erholsamsten Wochen des Jahres ohne unangenehme Überaschungen und zollfrei enden, informiert das Hauptzollamt Braunschweig über Reisefreimengen und mögliche Einfuhrverbote.

Grundsätzlich gilt: Wer sich schon im Vorfeld über die Zollbestimmungen zu geplanten Reisemitbringseln informiert, umgeht bei der Rückkehr nach Deutschland Schwierigkeiten und schont die Nerven.

Reisefreimengen

Bei Einreisen aus Nicht-EU-Ländern sind nur die mitgebrachten Waren abgabenfrei, die für private Zwecke und innerhalb der folgenden Mengen- und Wertgrenzen eingeführt werden.

Tabakwaren (nur für Personen ab 17 Jahren):

  • 200 Zigaretten (1 Stange) oder
  • 100 Zigarillos oder
  • 50 Zigarren oder
  • 250 g Rauchtabak oder
  • eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren

Alkohol und alkoholhaltige Getränke (nur für Personen ab 17 Jahren):

  • 1 Liter Alkohol mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 % oder
  • 2 Liter Alkohol mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22 % oder
  • eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren
  • und 4 Liter nicht schäumende Weine und 16 Liter Bier

Arzneimittel:

  • die dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge

Kraftstoffe:

  • für jedes Motorfahrzeug die im Hauptbehälter befindliche Menge und bis zu zehn Liter in einem tragbaren Behälter

andere Waren:

  • bis zu einem Warenwert von insgesamt 300 Euro,
  • bis zu einem Warenwert von insgesamt 430 Euro bei der Einreise im Flug- bzw. Seeverkehr
  • bis zu einem Warenwert von insgesamt 175 Euro bei Reisenden unter 15 Jahren, unabhängig vom Reiseweg

Doch auch bei Einreisen aus Mitgliedsstaaten der EU sind Regeln zu beachten. Zwar sind innerhalb der EU Einfuhren zollfrei möglich, für nationale Abgaben gelten jedoch unter Umständen besondere Regelungen (Beispiel: Einfuhren von den Kanarischen Inseln).

Artenschutz

Weltweit sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Durch die Mitnahme dieser Tiere und Pflanzen sowie Waren daraus zerstören Millionen von Touristen – oft aus Ahnungslosigkeit und Unbedachtheit – die Artenvielfalt in den Urlaubsländern. Nur wenn die Nachfrage ausbleibt, wird auch der zerstörende Handel mit seltenen Tieren und Pflanzen aufhören. Verzichten Sie auf solche Mitbringsel. Welche Tiere und Gegenstände besonders geschützt sind, erfahren Sie im Internet unter www.artenschutz-online.de.

Verbote und Beschränkungen

Bei der Einreise nach Deutschland sind neben dem Artenschutz weitere Verbote und Beschränkungen zu beachten. Dies gilt insbesondere für Drogen, Waffen und andere verbotene Gegenstände. Nachgeahmte oder gefälschte Produkte dürfen grundsätzlich nicht in den Wirtschaftskreislauf gelangen. Dies trifft ausnahmslos für kommerzielle Sendungen zu. Bei privater Nutzung sind Ausnahmeregelungen zu beachten.

Barmittel

Der Zoll überwacht den grenzüberschreitenden Verkehr mit Barmitteln an den Außengrenzen der Europäischen Union und den Bargeldverkehr über die deutschen Grenzen innerhalb der Europäischen Union. Dadurch soll die Geldwäsche bekämpft und die Finanzierung terroristischer Vereinigungen verhindert werden. Wenn Sie die Außengrenze der Europäischen Union überschreiten, müssen Sie Barmittel ab einem Gesamtwert von 10.000 Euro bei der Ein- und Ausreise stets schriftlich anmelden.

Informationen: Reisende können sich bei Fragen an die Zolldienststellen wenden oder haben die Möglichkeit sich im Internet unter www.zoll.de zu informieren.