Öffentliche Gedenkfeier

Text von: redaktion

In einer gemeinsamen Gedenkfeier werden die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und die Fakultät für Physik der Georg-August-Universität Göttingen an den Physiker Manfred Robert Schroeder erinnern, der Ende des vergangenen Jahres im Alter von 83 Jahren verstorben ist.

Schroeder wurde vor allem berühmt durch seine Erfindungen zur Verbesserung der Akustik von Konzertsälen, durch seine bedeutenden Beiträge zur Zahlentheorie sowie durch die Beschäftigung mit Problemen der Sprachproduktion und der künstlichen Spracherzeugung.

Er war 36 Jahre lang Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. „Seine Präsenz in den öffentlichen Veranstaltungen der Akademie war bemerkenswert und offenbarte eine Neugierde auf allen Gebieten des Wissens, die große Wissenschaftler auszeichnet“, sagt Christian Starck, Präsident der Göttinger Akademie.

Der bedeutende Gelehrte studierte Mathematik und Physik in Göttingen, unter anderem bei Werner Heisenberg. 1954 ging er nach New Jersey in die USA zu den „Bell Telephone Laboratories“, denen er immer verbunden geblieben ist.

1969 wurde der angesehene und humorvolle Wissenschaftler Direktor des Dritten Physikalischen Instituts der Universität Göttingen. Dort blieb er bis zu seiner Emeritierung 1991.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen ist er mit zahlreichen bedeutenden Preisen im In- und im Ausland ausgezeichnet worden.

Die Gedenkveranstaltung findet am Donnerstag, den 24. Juni 2010, um 17.15 Uhr in der Fakultät für Physik, Friedrich-Hund-Patz 1, Georg-Christoph Lichtenberg Hörsaal (HS 1) in Göttingen statt.

Referenten sind Christian Starck, Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Hans Christian Hofsäss, Dekan der Fakultät für Physik, und Birger Kollmeier, Wissenschaftlicher Leiter des Hörzentrums Oldenburg.