Northeim und Osterode kooperieren beim Straßenbau

Text von: redaktion

Die Städte Northeim und Osterode am Harz wollen bei der Planung und dem Bau von Straßen zusammenarbeiten. Drei Projekte sind für dieses Jahr vorgesehen. Eine entsprechende Vereinbarung steht kurz vor dem Abschluss.

Es geht um drei Straßen, die zwischen den siebziger und neunziger Jahren gebaut, aber nie richtig fertiggestellt worden sind. In der Folge konnte die Stadt Northeim auch noch keine Beiträge von den Anliegern erheben.

Während in Northeim nach massiven Stellenkürzungen das Personal für Straßenarbeiten fehlt, hat Osterode Finanzknappheit, die nur eine Maßnahme für die Ackerbreite erlaubt.

„Wir tun das, was man unter guten Nachbarn tut: Wir helfen uns, wenn es nötig ist“, erläutert Osterodes Erster Stadtrat Thomas Christiansen, der auch den Fachbereich Bauen, Stadtentwicklung und Waldwirtschaft der Sösestadt leitet und ergänzt: „Auch in Osterode haben wir an einigen Straßen durchaus Handlungsbedarf, können aber aufgrund der Haushaltslage nicht alles abarbeiten.“

Diese Form der Interkommunalen Zusammenarbeit werde, soweit bekannt, in Niedersachsen erstmals praktiziert.

Osterode soll die Planungsarbeiten und die Ausschreibung sowie die Submission, bei der die eingehenden Angebote geöffnet werden, übernehmen, die Angebote prüfen sowie der Stadt Northeim einen Vergabevorschlag machen.

Alles weitere ist dann zunächst Sache der Stadt Northeim, die Osterode die anfallenden Personalkosten erstattet. Ob auch die Bauleitung von Osterode aus wahrgenommen wird, sei, so Christiansen, noch nicht entschieden.

Entstanden ist der Gedanke zu dieser Zusammenarbeit bei den regelmäßigen Konsultationen der Bürgermeister der südniedersächsischen Mittelzentren Duderstadt, Northeim, Einbeck, Hann.-Münden und Osterode am Harz. Bei diesen Treffen werden gemeinsame Problemlagen besprochen. Auch die Idee, mit den in diesen Städten vorhandenen historischen Altstädten als ‚Fachwerkfünfeck‘ den Weltkulturerbe-Status anzustreben, ist hier entwickelt worden.