Niedersächsischer Staatspreis für Stefan Hell

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Text von: redaktion

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat am 10. November 2008 in Hannover den Niedersächsischen Staatspreis 2008 verliehen. Preisträger ist der Physiker Stefan W. Hell vom Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie.

„Stefan Hell hat gezeigt, dass Ideen und Forscherdrang mutig gegen Widerstände bestehen können. Mit seiner neuen Methode in der Lichtmikroskopie ermöglicht er neue Einblicke in das Innere der Zellen. Dies galt vorher als unmöglich und wird für kommende Forschergenerationen die Grundlage zum Verständnis der Vorgänge innerhalb der Zellen sein“, sagte Wulff bei der Preisverleihung an den Wissenschaftler.

Seit 2002 leitet der Physiker Stefan Hell die Abteilung NanoBiophotonik am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Mit seinen zunächst sehr ungewöhnlichen Ideen hat er Lehrbuchwissen auf den Kopf gestellt und die Lichtmikroskopie weit über akzeptierte Grenzen hinaus grundlegend verbessert. Mit seiner Erfindung der „STED (Stimulated Emission Depletion)-Mikroskopie ist es ihm erstmals gelungen, die 1873 entdeckte Auflösungsgrenze von bestenfalls 200 Nanometern in der Lichtmikroskopie radikal zu unterlaufen. Damit ist es erstmals möglich, in einer Zelle viel feinere Details scharf zu sehen.

Der Niedersächsische Staatspreis zeichnet Persönlichkeiten für ihren „besonderen Einsatz in den Bereichen Kultur, Frauen, Soziales, Umwelt, Wirtschaft oder Wissenschaft“ aus. Vergeben wird er durch eine ehrenamtlich tätige Jury, die alle sechs Jahre vom Ministerpräsidenten berufen wird.

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