Niedersachsen-Konjunktur: Aufschwung bleibt stabil

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Text von: redaktion

Der Aufschwung in Niedersachsen bleibt breit und stabil. Nachdem im zweiten Halbjahr 2006 mit der Diskussion um die Mehrwertsteuererhöhung Zweifel an der Stabilität des Aufschwungs aufgekommen waren, kann nun Entwarnung gegeben werden.

Der Aufschwung in Niedersachsen bleibt breit und stabil. Nachdem im zweiten Halbjahr 2006 mit der Diskussion um die Mehrwertsteuererhöhung Zweifel an der Stabilität des Aufschwungs aufgekommen waren, kann nun Entwarnung gegeben werden. Die Unternehmen erwarten zu Jahresbeginn 2007 eine Fortsetzung des Aufschwungs, wenn auch mit nachlassender Dynamik. Der IHK-Konjunktur­klima­index für Niedersachsen stieg im 4. Quartal 2006 kräftig um 9 Punkte auf 124 Punkte (von max. 200) an und liegt damit über dem Hoch des Jahres 2000.

Das stabile Wachstum der niedersächsischen Wirtschaft zeigt sich vor allem in den erneut gestiegenen Investitionsplanungen der Unternehmen. Bei den Personalplanungen sind die Unternehmen im Aufschwung zwar immer kaufmännisch vorsichtig und zurückhaltend, in der Summe wird es jedoch aller Erfahrung nach zu spürbaren Neueinstellungen kommen. Das ergab die Konjunktur­umfrage der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern, an der sich knapp 1.800 Unternehmen beteiligten.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Die aktuelle Geschäftslage im 4. Quartal 2006 wurde von der Industrie nochmals besser eingeschätzt als in den Vorquartalen und bewegt sich jetzt auf einem Niveau, das zuletzt bei der Deutschen Einheit Ende 1991 erreicht wurde. Die Auftragseingänge wurden in allen Branchen mit Ausnahme der Bekleidungshersteller positiv bewertet. Die Auftragsbestände zum Jahresbeginn wurden von 84 Prozent der Unternehmen zufriedenstellend bis gut beurteilt.

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung in der niedersächsischen Bauwirtschaft hielt – auch bedingt durch die milde Witterung – im 4. Quartal an. Eine gute Geschäftsentwicklung meldet auch der Großhandel. Zwei Drittel der Betriebe konnten steigende Umsätze registrieren, nur jeder zehnte Großhändler berichtete von rückläufigen Umsätzen. Ebenso wurde, im Gegensatz zum Vorjahr, die Ausgabefreude der Kunden sehr positiv eingeschätzt. Der Einzelhandel berichtete insgesamt von einem starken Schlussquartal. Alle langlebigen Gebrauchsgüter verkauften sich zum Jahresende fast wie von allein und bescherten den Händlern Spitzenumsätze.

Die Geschäftslage im Verkehrsgewerbe entwickelte sich aufgrund gestiegenen Beförderungsvolumens ausgezeichnet. Die Geschäftsentwicklung bei den Banken war im 4. Quartal positiv. Das Kreditvolumen bei Privat- wie Unternehmenskunden konnte erneut erhöht werden. Auch bei den sonstigen Bankdienstleistungen (Immobilien, Versicherungen etc.) bleibt die Entwicklung sehr erfreulich. Die Geschäftsentwicklung bei den Versicherungen stockte dagegen. Sowohl das Neugeschäft als auch die Beitragseinnahmen litten unter dem intensiveren Wettbewerb bei Schaden- und Unfallversicherungen. Bei den unternehmensbezogenen Dienstleistern entwickelte sich die Geschäftslage weiter anhaltend positiv. Auftragslage, Umsätze und Investitionen deuten auf weiteres Wachstum hin. Knapp jedes dritte Unternehmen plant, neues Personal einzustellen.