Neuroanatom und Hirnforscher erhält Jacob-Henle-Medaille

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Text von: redaktion

Am Donnerstag, den 19. Dezember 2013, wird die Jacob-Henle-Medaille an Michael Frotscher verliehen.

Die Medizinische Fakultät der Universitätsmedizin Göttingen verleiht ihre höchste jährliche Auszeichnung an einen Hirnforscher und ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der experimentellen und molekularen Neuroanatomie: Die Jacob-Henle-Medaille geht an Michael Frotscher, Senior-Forschungsprofessor für Neurobiologie der Hertie-Stiftung, Hamburg, und Direktor des Instituts für Strukturelle Neurobiologie am Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg des Universitätsklinikums Eppendorf.

Die feierliche Verleihung findet statt am Donnerstag, 19. Dezember 2013, um 17. Uhr im Hörsaal 552 des Universitätsklinikums Göttingen. Die Laudatio hält Jochen Staiger, Direktor des Instituts für Neuroanatomie der Universitätsmedizin Göttingen. Im Anschluss daran spricht Michael Frotscher zum Thema „Plastizität und Stabilität neuronaler Struktur.“

Mit seiner Forschung hat Michael Frotscher maßgeblich dazu beigetragen, dass der zelluläre Aufbau und die synaptische Verschaltung des Hippocampus als Ort der Gedächtnisbildung so gut wie nie zuvor bis in die molekulare Ebene hinein verstanden wird. Der Hippocampus ist ein Bestandteil des Gehirns und zählt zu den evolutionär ältesten Abschnitten der Hirnrinde. Er befindet sich im Temporallappen und ist eine zentrale Schaltstation des limbischen Systems.

Über die Grundlagenforschung hinaus eröffnen Michael Frotschers Erkenntnisse zur Bedeutung des Schlüsselmoleküls Reelin bei der Entstehung von Epilepsien des Temporallappens erste Möglichkeiten für therapeutische Ansätze.