Neues literarisches Programm

© Literarisches Zentrum Göttingen
Text von: Claudia Klaft

Insgesamt 26 Veranstaltungen bietet das Literarische Zentrum Göttingen von März bis Juli 2009. Darunter Gert Scobel, Tim Renner und Uwe Tellkamp. Aber auch eine neue Reihe “Die Verleger“, in der unterschiedliche Persönlichkeiten und Konzepte vorgestellt werden.

Zum Auftakt der Reihe „Die Verleger“ am 4. Juni 2009 ist Reto Ziegler von Edition Korrespondenzen aus Wien eingeladen, ein Verleger mit ost- und westeuropäischen Autoren, der die Buchgestaltung wichtig nimmt.

Zum Autorenprogramm gehören u. A. Gert Scobel, der am 6. März mit der Philosophin Eva Weber-Guskar über Weisheit in der Gesellschaft diskutiert; und der Musikmanager Tim Renner, der am 28. April mit dem Steidl-Lektor und Autor Jan Strümpel über die Folgen der Digitalisierung, die nach der Musik- auch die Bücherwelt revolutioniert, sprechen wird.

Uwe Tellkamp, der vor seinem Ruhm mit „Der Turm“ vor kleinerem Publikum auftrat, wird dieses Jahr viele Besucher locken – der Veranstaltungsort wurde wegen der großen Nachfrage schon vom Alten Rathaus in die Aula der Universität Göttingen verlegt. Am 6. Mai wird er dort mit der Literaturkritikerin Insa Wilke aus Berlin über das Vorwende-Atlantis sprechen.

Ein besonderes Anliegen von Hauke Hückstädt, Leiter des Literarischen Zentrums, ist das Projekt „Literatur macht Schule“, das sehr erfolgreich Schüler und Schülerinnen für Literatur begeistern und ihnen den Kulturbetrieb nahebringen will. Im Rahmen dessen wird es demnächst für einen gemeinsamen Austausch einen Jour fixe für Deutschlehrer/innen geben.

Für die ganz Kleinen ist Jutta Bauer am 15. Februar zu Gast. Sie wird neugierigen Kindern ab 5 Jahren viel Interessantes über die Entstehung von Bilderbüchern und Trickfilmen erzählen.

Insgesamt sieht Hückstädt das Jahr 2009 im positiven Licht. Neue Sponsoren konnten gefunden werden und die Besucherzahlen zeigen eine positive Tendenz. „Kontinuität zahlt sich aus“, so seine Überzeugung. Auch inhaltlich ist er optimistisch – das Programm für den Herbst ist bereis in Planung und wird wieder einige Höhepunkte bieten, verriet Hückstädt.

Doch zunächst wird Daniel Kehlmann, der vor wenigen Jahren nur 19 Zuhörer ins Literarische Zentrum lockte, am 19. Februar in der Stadthalle gastieren – eine von nur 7 Lesungen bundesweit.